
Ach Herr Tellier … Was sie auf diesem Album machen kann ich noch nicht ganz einordnen. Die Untermalung von Guy Manuel weiß zu gefallen und erinnert an die ruhigen Tracks von Daft Punk, nur ein bisschen mehr auf Retro getrimmt – so weit, so gut. Auch die wenigen nicht-elektronischen Parts intigrieren sich tadellos aber am Ende bleibt trozdem der Beigeschmack von einem “Je t’aime” in Albenlänge. Wenn es nach mir gegangen wäre hätten sich da ruhig noch 2-3 Clubkompatible Tracks zwischen dem ansonsten so sympathischen Schmalz platzieren dürfen, aber nun gut … ich vergesse schon wieder das es sich hier nicht um ein Daft Punk Album handelt.
Hörproben: Roche, Divine, Sexual Sportswear
Webseite: Sébastiens Myspace
Vergleichbar mit: Kevin Shields, Phoenix
Label: Record Makers
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“Jetzt schon die dritte Mix CD! Die spinnen doch!” Nein, Spaß beiseite: es tut mir ja fast schon ein bisschen leid aber bei der Qualität der letzten Reviews muss man diese einfach hier Auflisten. Die Fabric Reihe macht da keine Ausnahme und sollte ja an sich kein unbekanntes Kind sein, M.A.N.D.Y. wohl noch weniger. Wenn ich ehrlich bin nehme ich die 2 Herrschaften Patrick Bodmer und Phillip Jung in letzter Zeit sowieso nur noch in Mix-Form wahr (At The Controls, Get Physical Compilations) und das auch nicht ohne Grund: Die 2 schaffen es jedes mal aufs neue, ein zugleich warmes aber passagenweise angenehm düsteres Trackgeflecht zu schaffen, das nicht nur auf aktuelle Hits aufbaut. Einfach Ideal für “Zwischendurch”, und das im positivsten Sinne.
Webseite: Physical-Music.com
Label: Get Physical

Im April erscheint das neue Album von Danger Mouse und Cee-Low namens “The Odd Couple”, das Cover sieht ja schonmal nett aus (ich tippe mal das es von Siggi Eggertson designed wurde) und allgemein wird es wohl dem Sound des letzten Jahres treu bleiben. Die erste Single die ich entdecken konnte hört sich dabei irgendwie Big Beat mäßig an (ich will nicht Fat Boy Slim ins Spiel bringen, aber der Vergleich liegt nicht so weit vom Schuss wie man denkt) keine Ahnung was ich davon halten soll, fand ich ja eigentlich schon vor 8 Jahren langweilig. Nunja, hört selbst, ist noch ganz frisch:
Hörprobe: Run
Webseite: Gnarlsbarkley.com
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Die Erfinder des als Insider-Gag gestarteten “New Rave” halten auf dem neusten “A Bugged Out Mix” so eine Art Werksschau ab, und definieren auf 2CD’s das Spaßgenre auf ihre erwartet einzigartige, bunte Art und Weise – neben Johannes Heil, dem Wu-tang Clan und den Üblichen Verdächtigen a la Justice und den Klaxons selbst, findet man auch schonmal Roy Orbison oder Frankie Valli And The Four Seasons auf der Scheibe. Überzeugt, wenn auch nicht durch große Überraschungen.
Hörprobe: Breakbeat Metal Music, It’s Not Over, Stress
Webseite: Klaxons.net
Label: Rough Trade
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Zu diesem Mann muss man ja eigentlich nicht mehr viel sagen: Kein Jahr vergeht in dem uns Herr Craig nicht mit seinem Detroitsound verzaubert oder in Form der allgegenwärtigen (immer hochwertigen) Craig-Remixes durch die Clubs jagt (so wohl auch dieses Jahr) und um uns daran zu erinnern was er 2007 so getrieben hat, findet man auf der neuen “Sessions” nur sehr vereinzelt Craig-fremde Tracks. Eine sehr angenehmer Mix, durch den sich Craigs Sound wie ein roter Faden in Form von Eigenproduktionen oder Remixes zieht und natürlich auch nicht die Hits der letzten Session fehlen dürfen (Like A Child, Falling Up, etc. pp.) – hier darf man beherzt zugreifen!
Hörproben: Like A Child, Falling Up
Webseite: Planet-E
Label: !K7 Records
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28 Jan, 2008
Posted by: Phil In: Allgemein ()

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben: wieder einmal haben es die Majorlabels geschafft ihren geschädigten Ruf weiter auszubauen, Spiegel berichtet: ” Musiklabels dementieren Verträge mit Qtrax – Nur Stunden, nachdem Allan Klepfisz auf der Midem den überfälligen Start für sein werbefinanziertes P2P-Netzwerk Qtrax verkündete, dementierten drei der vier großen Musiklabels” mehr über den Fehlstart könnt ihr auf Spiegel Online lesen, unten noch einmal der Original Beitrag.
Musik-Filesharing, kostenlos, mit Segen der Majors und legal? Hört sich fast wie ein Märchen an aber Qtrax.com probiert dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, die Plattform wird dabei nur durch Werbung finanziert (keine spyware etc.) und von den 4 großen Majorlabels unterstüzt. Jeder Titel soll Downloadbar sein (im Gegensatz zu den anderen Streaming Plattformen) und schon zum start stehen 25millionen Titel zur Verfügung. Haken an der Sache? Die ganzen Songs werden mit DRM ausgerüstet sein und über einen externen Player laufen (was man wohl Umgehen können wird), außerdem werden die Hörgewohnheiten aufgezeichnet, ähnlich wie bei Last.fm und co. um Playlists usw. zu generieren – wer sich damit abfinden kann sollte die Seite heute im Auge behalten, und den Majors eine Chance geben, vielleicht kapiert die Branche das sie reagieren muss und wir werden hier Teil eines kleinen Wunders – der Beta Download startet um Mitternacht nach EST. Wer sich mehr für dieses Thema interessiert sollte einmal die Kommentare checken!
Qtrax.com

Fast schon wie ein Fluch lag der Ruf seiner “funktionalen Clubtracks” über Anders Trentemøller, ein Hit nach dem anderen fand den Weg auf Vinyl und man dachte fast schon, dieser Mann wäre eine Maschine. Das er auch anders kann beweißt er eindrucksvoll auf seinem Debut “The Last Resort” und offenbart damit sein wahres Genius – das ist Elektronische Musik mit Tiefgang, die am Ende immer unter der Haut landet. 2CD’s die ein Gesamtkunstwerk ergeben, dabei aber nie langatmig werden: Titel wie “Take Me Into Your Skin”, “While the Cold Winter Waiting” oder “Miss You” setzen Höhepunkte auch mal in dem sie einfach an den entscheidenten Stellen die Bassline wegnehmen, und Titel wie “Chameleon”, “Killer Kat” oder “Vamp” bauen umso kraftvoller darauf auf. Ein Album das fast wie kein zweites meine Emotionen ansteuert, und zum “fallen lassen” anregt – in dieser letzten Zuflucht kann man sich wirklich auf ewig verlieren. Unverzichtbar!
Hörproben: Take Me Into Your Skin, Moan, Miss You, Vamp
Webseite: Trentemoller auf Myspace
Vergleichbar mit: Pantha du Prince, Apparat
Label: Poker Flat
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Ok, ich muss zugeben das ich nicht gerade der größte Hip Hop & Dancehall-Fan bin, aber wer sich nur ein Bisschen mit Musik beschäftigt kommt nicht an dieser Frau vorbei: M.I.A. aka. Maya Arulpragasam, geboren in London, die Jugend in Sri Lanka verbracht und erwachsen geworden wieder in den Londoner Clubs. Hooklines von Tracks wie “Boyz” zeigen wo der Haken hängt, und man findet auch nach dem dritten mal Hören immer noch etwas neues in jedem Song – ein bisschen Horn-Fanfahre hier , ein Didgeridoo dort. Kurz und knapp, Kala ist ein extrem gutes Dancehall Alben und zugleich unglaublich wild, chaotisch und exotisch.
Hörproben: Boyz, 20$, Jimmy, Mango Pickle Down River
Webseite: miauk.com
Vorgänger Album: Arular (2005)
Label: Beggars

The Mars Volta stellt (mit Sparta) einen Splitter der sich 2001 aufgelösten Bandlegende At the Drive-in dar und hat schon mit ihren letzten Alben wie De-Loused In The Comatorium oder Frances The Mute eindrucksvoll ihren Ausnahmestatus gefestigt. The Bedlam in Goliath führt den Sound von Omar Rodriguez-Lopez und Sänger Cedric Bixler-Zavala logisch weiter, keine großen Überaschungen dafür aber gewohnt Intensive und zugleich verrückte Tracks, die Fans schwärmen und Entdecker Aufatmen lassen – Rock is not dead.
Hörproben: Metatron, Goliath
Webseite: themarsvolta.co.uk
ältere Titel: The Widow, Pour Another Icepick
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23 Jan, 2008
Posted by: Phil In: Allgemein ()

Last.fm ist eine Internetplattform auf der man sich Musik Streamen lassen kann, Radiosender erstellen kann, und seine Hörgewohnheiten aufzeichnen lassen kann. Ab heute ist es möglich Lieder per Suchfunktion (zu fast jedem Künstler) in voller Länge Genießen zu können. Hier die Offizielle Mitteilung vom Last.fm Blog:
Something we’ve wanted for years: for people who visit Last.fm to be able to play any track for free is now possible. With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner and the artists they work with plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free, the way we believe it should be.

Sascha Ring aka. Apparat führt die Liste weiter wenn es um inspirierende Leute der letzten 2-3 Jahre geht, und ich ärgere mich jetzt schon das ich nicht die Hörproben der “wichtigen” Lieder gefunden habe, aber naja – wir wollen ja Legal bleiben ;) Fakt ist: Was dieser Mann macht ist einfach irre, diese Tracks ziehen mich in ihren Bann wie ich es lange nicht mehr erlebt habe, und das gilt für alle Alben (wer sich für Walls interessiert sollte sich den Vorgänger Duplex unbedingt zu gemüte führen, für mich fast das bessere Album). Kleinteilig, frickelig und tief würde ich seinen Style beschreiben, der sich von puren Elektronischen Experimenten bis hin zu Indi-artigen Songs erstreckt. Auf Walls machen sich die vermehrten Live Auftritte des letzten Jahres von Apparat bemerkbar, da er mit einer 3 köpfigen Band auf diversen Festivals gespielt hat (z.b. Melt) und bei diesem Sound kann man es sich kaum vorstellen das er seine Wurzeln in Analogen Instrumenten findet.
Hörproben: Useless Information, Fractals, Holdon, Arcadia
Webseite: Apparat auf Myspace
Wichtige Titel: Schallstrom, Not a Number, Hallin from the Edge
Label: Shitkatapult
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Untergebracht auf einem beispiellosen non-profitablen Netlabel namens Frozen Elephants Music tut die ebenso beispiellose Kollaboration dieser beiden studierten japanischen Soundartists einen wichtigen Schritt in Richtung exploring new frontiers. In einer einzigartigen Weise daherkommende sphärische Klangkollagen aus verschiedenen Samples akustischer Instrumente und elektronischen Noises, gemischt mit einer manchmal an Björk erinnernde, sehr einfühlsamen Gesangsstimme, geben diesem Album seinen unglaublich subtilen Glanz. Scharfe Schnitte, die eine Respektlosigkeit gegenüber einem stampfbaren metrischen Fluss demonstrieren, eröffnen der Fantasie eine zärtliche Tiefe, die im einen Moment an Intimität nicht zu übertreffen ist, im anderen die gesamte Befremdlichkeit des Universums in sich vereint. Diese Ambivalenz verleiht ihr den Vorzug, niemals berechenbar zu sein. Just in dem Moment, in dem man glaubt, ein musikalisches Zitat oder irgendetwas Greifbares erhascht zu haben, merkt man wie einem die Kontrolle wieder entgleitet. Diese ganze, meist spielerisch tänzelnde Darbietung mutet an wie ein kakophones Patchwork verschiedener Sounds und Samples, deren einheitlicher Geist subversiver Authentizität und unkonventioneller Stimmigkeit die einzelnen Teile des Albums als feine und niemals rücksichtslose, in sich konsistente Kunstwerke herausstellt.
kostenloser Download: frozenelephantsmusic.com
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Jackson and his Computer Band ist für mich einfach eine der wichtigstens Gestalten der letzten Jahre. Sein Debütalbum “Smash” hat einfach eine Lücke geschlossen die für mich lange offen stand – eine Soundcollage die vor nichts zurückschreckt und am Ende trozdem wie aus einem Guss klingt. Dabei können dann auch schonmal solche brachiale Tracks wie “Utopia”, “Arpeggio” und “Headache” entstehen, oder verspieltes wie “Promo” oder “Moto” im 16bit Segastyle … einfach Klasse!
Hörproben: Utopia, Arpeggio
Webseite: jacksonandhiscomputerband.com
Label: Warp
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Wer die 2 Jungs von Nôze schon einmal Live erleben durfte weiß: hier hat gute Laune noch Hand und Fuß. Die Tracks von den 2 Franzosen bringen wieder ein bisschen Leben in die manchmal doch Graue Clublandschaft, und zaubern ein zufriedenes Grinsen auf die Gesichter der Crowd – nicht zuletzt durch die unzähligen Ohrwürmer die im im typischen Noze-Pianosound ihren Ursprung finden. Lange Rede, kurzer Sinn: “how to dance” ist einfach ein Must Have!
Hörproben: Love Affair, Remember Love
Webseite: Myspace von Nôze
Label: Circus Company

Update: Das Video zu Divine ist draußen!
Originalbeitrag: Im Februar kommt das neue Album des Franzosen Sébastien Tellier names “Sexuality” (Co Produziert von Daft Punks Guy Manuel). Auch wenn einigen Tellier auf Anhieb nichts sagen mag ist er alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: Kollaborationen mit Mr. Oizo und Sebastian von Ed Banger sind noch in aller Munde und auch Solo hat der Mann einiges zu bieten. Hier als ein kleiner Vorgeschmack die Singles “Sexual Sportswear” und “Divine” vom kommenden Album zum Probehören.
Hörproben: Divine, Sexual Sportswear
Webseite: Sébastiens Myspace
Vergleichbar mit: Kevin Shields, Phoenix
Label: Record Makers
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