Archive for Februar, 2008

28 Feb, 2008

Prosumer & Murat Tepeli – Serenity, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Diese Platte sollte man sich eigentlich nur bei 80db aufwärts anhören dürfen. Ich habe das Glück einen Proberaum zur Verfügung zu haben der Soundtechnisch 1a ausgestattet ist, und es ist wunderbar beobachten zu können wie sich da Titel wie “Lov” erst so richtig ausleben. Auf heimischen Anlagen brauch der deepe Vocal-House den Prosumer und Tepeli auf Serenity präsentieren nämlich ein paar Anläufe um im Bein anzukommen, aber wir wurden ja schon go belehrt das dies nichts schlimmes ist ;) Witzige Randinfo: Das Eigentliche Cover entstand in Ahnlehnung an das Cover von Ike und Tina Turners Album “Outta Sessions”, allerdings rief dies Hommage zwiespältige Reaktionen
hervor, da es im Original ein Kommentar zur Vereinnahmung und Vermarktung schwarzer Musik durch weiße Musiker war. Einige Betrachter interpretierten das Artwork von “Serenity” vor diesem Hintergrund als rassistisch. Bevor noch mehr Missverständnisse Raum greifen konnten, zogen Prosumer und Murat die Reißleine und tauschten das Coverartwork aus. Ein geschickter Schachzug, auch wenn durchaus gelungene erste Cover dieser Aktion zum Opfer fiel.

Hörproben: Serenity, Lov, Go Silla
Webseite: Prosumers Myspace, Murats Myspace
Label: Ostgut Ton
Quellen: Laut.de

28 Feb, 2008

Thomas Bangalter – Irréversible, OST

Posted by: Hans Lick In: Elektronisch| Reviews ()

Ich möchte hier einmal – im Zuge des aktuellen Portraits von Uli – auf die Filmmusik zu Irréversible, einem Film von Gaspar Noé, aufmerksam machen, die von der einen Hälfte des Daft Punk – Duos, Thomas Bangalter, stammt. In diesem Werk zeigt sich die unglaubliche Vielseitigkeit des franzsösischen Künstlers, der die synthetische Musik unserer Zeit,wie ich sie hier nennen will, zu ungeahnten Höhenflügen führt. Sind wir von Bangalter und Homem-Christo vielleicht eher schmetternde, knarzige Wummer, bzw. verspielt-retroeske, leichtfüßige Vokalsamplemusik (Discovery) gewohnt, finden wir in den Komponenten von Irréversible eine kontrastierende Ansammlung ernster Stücke, die den emotionalen Erlebnisraum eines verstörenden Films ausschichten. Schon ziemlich der erste Track (Rectum), der zum Anfang des Films ertönt, als als eine hektische Kamera durch ein schlecht beleuchtetes Homosexuellenbordell fährt und allerlei groteske Dinge zum Vorschein bringt, konstruiert diese ungewohnt beklemmende Athmosphäre, die vielleicht Grundelement der gesamten Thematik ist, die die Generation der französischsprachigen Filmemacher um Noé, Denis und Dumont bewegt. Weitere Vertreter auf dem Soundtrack hierfür sind Irréversible und Stress, die gewissermaßen den Gegenpart bilden zu den eher leichfüßig daherkommenden und schnell ins Ohr gehenden Outrun und vor allem dem Meisterwerk Spinal Scratch, die ebenfalls wichtige dramaturgische Positionen innerhalb des Films einnehmen. Provokant, beinahe höhnisch flattert uns in diesem Zusammenhang das meisterhaft umarrangierte Cover von Tu me fais turner la tête, Mon menage à moi, entgegen. Der Begriff der Filmmusik muss wohl in diesem Fall um einiges erweitert werden, um Irréversible nahezukommen. Wir haben es hier zu tun mit ausgeklügelter, stilistisch ausgereifter Musik, die Emotionen weckt, und vor allem auch außerhalb des Kontextes mit den Bildern auf der Kinoleinwand einen Sinn ergibt, der sich in eine art oevre einordnen lässt und dort einen sehr interessanten Platz einnimmt. So gesehen ist die kurz vor Schluss ertönende rein synthetische (!) Rekonstruierung vom Anfang der 7. Symphonie von Ludwig van Beethoven eine Ausnahmeerscheinung im Kontext der Populärkultur des 21. Jahrhunderts.
Alles in allem ist Thomas Bangalter hier ein Werk gelungen, das einzigartig in nicht nur einer Hinsicht zu sein scheint. Unbedingt den Film anschauen!

Hörproben: Spinal Scratch, Stress
Webseite: Daft Punks Myspace
Label: Roulé

24 Feb, 2008

The Field – From Here We Go Sublime, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich könnte aus 1000 Platten (die ich noch nie gehört habe) sofort diejenige herausfischen die im skandinavischen Raum Produziert wurden ist. The Field ist ein unglaublich gutes Beispiel für diesen Sound den ich meine, leicht verträumt, viel Melancholie aber immer aufbauend. Auf seinem Album “From Here We Go Sublime” findet man solche Tracks in Hülle und Fülle, ungemein smoothe Tracks die ich mir am liebsten im Halbschlaf anhöre (das ist ein kompliment, denn solche Lieder in so einem entspannten Zustand zu hören ist unglaublich toll). Wem die Hörproben gefallen sollte sich das Album unbedingt holen!

Hörproben: Over The Ice, Silent
Webseite: The Field’s Myspace
Label: Kompakt

23 Feb, 2008

Daft Punk, Portrait

Posted by: Phil In: Elektronisch ()

Ich würde mir selbst nicht treu bleiben, wenn ich einen anderen Act für das erste Jetztmusik.org Portrait wählen würde, als Daft Punk. Klar: Wer kennt die zwei Franzosen nicht, aber dennoch möchte ich hier das wahre Genius dieser Combo beleuchten und aufzuzeigen das Daft Punk mehr als nur “One More Time” ist. Viel Spaß mit dem ersten Portrait – here we go!

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Thomas Bangalter und Guillaume Emmanuel Paul better known as Guy Manuel sind schlechter Punk im wahrsten Sinne des Wortes: Der Sound ihrer ersten Band “Darlin”, die sie mit Laurent Brancowitz (genannt Branco, einem aktuellen Mitglied der Gruppe Phoenix) gründen, stößt Anfang der 90er bei den Kritikern auf wenig Begeisterung, und so entsteht der Bandname Daft Punk mit dem Thomas und Guy Man ab 1993 die House- und Techno-Szene aufmischen.

Schnell machen sich beide ein Namen in der britischen Underground-Szene und veröffentlichen ihre ersten Tracks auf Soma Records (he New Wave/Assault/Alive, Da Funk/Rollin’ & Scratchin‘ 12” und Indo Silver Club 12”), wobei Da Funk 1995 mächtig einschlägt und das Major Label Virgin auf die 2 aufmerksam wird – der Deal ist perfekt (Gerüchte besagen, dass Daft Punk bis heute die Band mit dem größten Budgetposten bei Virgin ist). “Around the World” wird zum 1. Welterfolg:

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homework cd coverHomework komplettiert den Internationalen Höheflug und sorgt mit dem Erscheinen 17. Januar 1997 für eine Art Revoultion der Elektronischen Musik – erstmals gelingt es einer solchen Combo kommerziellen Erflog zu erzielen. Des Weiteren ist der eingängige, auf verzerrten Samples basierende und trozdem Prägnante Sound so neu und frisch, dass er etliche Nachahmer findet. Homework gilt als “Erfinder” des French House Genres (Filter House), das zur Zeit durch Bands wie Justice, Sebastian, Digitalism etc. (die am Ende immer im elitären, französischen Zirkel von Daft Punk verkehren), lebt wie nie zuvor.

Mit der bildlichen Inszenierung der bahnbrechenden Musik wurden die Regisseure Michel Gondry für Around the World, Spike Jonze für Da Funk und Roman Coppola für Revolution 909 verpflichtet. Den Videoclip zu Fresh produzierten Thomas und Guy-Man anschließend in Eigenregie. Das ganze wird als gesammeltes Werk in Form einer DVD/VHS, unter dem Name “D.A.F.T. – A Story about Dogs, Androids, Firemen and Tomatoes”, veröffentlicht.

Nach der Welttourne 1997 (Alive 97) widmen sich die zwei anderen Projekten. Vorallem Thomas ist produktiv und prägt mit den Releases auf seinem eigenen Label “Roulé” die damalige House-Szene wie kein Zweiter (ein Paar Roulé Releases: Spinal Scratch, Turbo, Together, Club Soda, und produziert mal ganz so nebenbei unter dem Alias Stardust (mit Alan Braxe und Benjamin Diamond) das bis heute meistverkaufte elektronische Lied aller Zeiten “Music Sounds Better With You”, und mit mit Dj Falcon “Call on me” (& So Much Love To Give), welches vor wenigen Jahren nahe zu 1:1 von Eric Prydz kommerziell zerkaut wurde.

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2002 komponierte Thomas die Filmmusik für den, wegen Sex- und Gewaltszenen sehr umstrittenen Film, Irreversibel. Bangalter überraschte mit einer modernen Überarbeitung des klassischen Werks Symphonie #7 In A Major Op. 92 von Ludwig van Beethoven. Er nutze die moderne Technik um am Computer die Prägnanz in der Lautstärke und die Bearbeitung von Höhen und Tiefen des klassischen Stückes hervorzuheben.

discovery cd coverAm 10. November 2000 erscheint die Vorab-Single “One More Time” aus dem 2. Sudioalbung “Discovery”, das letztendlich am 9. März 2001 seinen Weg in die Plattenläden findet. Viele eingefleischte Fans sind von der LP entäuscht, da sie im Allg. sehr housig geworden ist. Dennoch setzen sich Daft Punk wieder selbst ein Denkmal, denn bis dato wurde noch nie so ein homogenes und harmonisches Geflecht aus elektronischen Klängen und Loops erzeugt, wie Discovery.

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Als kleine Randinfo: Superhereos habe ich oben ganz bewusst stellvertretend für Discovery gewählt, da dieses Lied meine komplette Musikanschaung auf den Kopf gestellt hat. ;) Aber weiter im Programm: Die zum Album gehörigen Videos im Anime-Stil wurde von keinem geringeren als von Leiji Matsumoto produziert (dem Erfinder von Weltraumpiraten Captain Harlock). Die meisten, die nur “One More Time” etc. kennen stempeln daher gerne Daft Punk als Kindermusik ab. Gnade den Unwissenden: die Videos existieren zu jedem der 12 Lieder von Discovery und ergeben zusammen das Anime-Musical Interstella 5555 in dem Daft Punk die Geschichte der Crescendolls erzählt, die eine knallharte Kritik an das heutige Musikbuisness darstellt. Es wird vermutet, dass Daft Punk die komplette Produktion aus eigener Tasche bezahlt haben und die Produktionskosten mehrere Millionen Euro betrugen. (Den ganzen Film findet ihr am Ende des Portraits.)

Mit kaum einer Band haben Medien und Öffentlichkeit in der Vergangenheit ein so problematisches Verhältnis gehabt. Daft Punk gehören zu den wenigen, die es trotz ihrer extremen Popularität erfolgreich geschafft haben, ihre Gesichter bis zum heutigen Tage aus der Presse fernzuhalten. Dies ermöglicht ihnen einen totalen Schutz ihrer Privatsphäre. Und obwohl nachweislich richtige Fotos durch eine simple Suche bei einer Suchmaschine zu finden sind, assoziieren die meisten Menschen mit Daft Punk ihre charakteristischen Robotermasken, welche sie seit Discovery zu tragen pflegen. Die beiden Robotermasken wurden von der kalifornischen Firma LED Effects gefertigt und stehen unter dem Copyright des Duos.

Auch in Sachen Internet sind Daft Punk Vorreiter: In einer Zeit, in welcher der Krieg zwischen dem damaligen Filesharing-Netzwerk Napster und der Musikindustrie tobte, bot Daft Punk eigene Produktionen und Remixes kostenlos über das Internet an. Jedem Discovery Album lag eine Daft-Card bei, mit der man sich das Remix-Album “Daft Club” herunterladen konnte das unter anderem Remixe von den Neptunes, Basement Jaxx und Boris Dlugosch enthielt.YouTube Preview Image

Human After all cd coverDas 3. Album “Human After All” erscheint am 15. März 2005 und spaltet die Kritiker. Doch bei aller Kritik, Thomas und Guy Manuel beweisen einmal wieder Zeitgeist und machen das vor, was jetzt Justice & Co. groß gemacht hat: Ein Unglaublich rauer, direkter, dreckiger Sound der unglaublich viel Energie ausstrahlt und sehr gelegen kommt, wenn man sich anschaut, auf welche Art und Weiße sich der Minimal-Sound in den Clubs etabliert hat. Zahlreiche Remixe (größtenteils der Ed Banger Crew, z.b. von Sebastian – “Human After All”) runden den Release ab.

“Wer hier nicht getanzt hat war Tod” beschreibt ein Journalist die “Alive Tour 2007″, die das bisherige Schaffen der zwei Franzosen in einem riesen Live-Spektakel vereint. Eine bis dahin nie dagewesene LichtShow begeistert Menschen rund um den Erdball, in der sich Tracks von Homework bis Human After All gegeseitig neu erfinden.

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Ausserdem feierte ihr Film “Electroma” seine Premiere am 21. Mai 2006 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Soundtrack umfasst Stücke von Brian Eno, Curtis Mayfield, Frédéric Chopin und Joseph Haydn, aber die Story kommt besser rüber, wenn ihr ihn euch selbst anschaut. (Am Ende des Posts gibt es einen Link ;)) Zieht sich ein wenig, aber es lohnt sich!

Um ein kleines Schlusswort zu finden:
Daft Punk versteht sich schon lange nicht mehr als reinen Act. Eher sollte man dieses Projekt als zeitgenössisches Gesamtkunstwerk verstehen, das unsere Generation maßgäblich beeinflusst.

In diesem Sinne, ich hoffe euch hat unser erstes Portrait gefallen,
viel Spaß mit dem Zusatzmatieral! Mfg, Jetztmusik.org


noch mehr Hörproben:
Homework: Revolution 909, Phoenix, Fresh, Rock n’ Roll, Burnin, Indosilver Club, Alive
Discovery: Aerodynamic, Harder Better Faster Stronger, Something About Us, Face to Face, Too Long
Human After All: Human After All, Prime Time Of Your Life, Make Love, The Brainwasher

Webseite: Daft Punks Myspace
Veröffentlichungen: Übersicht
Quellen: Uli’s Kopf, Discogs.com, Wikipedia.de

Interstella 5555: Hier Schauen
Electroma: Hier Schauen
Daft Punk Alive 07 Live Mitschnitt: Part 1, Part 2

Tocotronic, Madsen, Hund am Strand, Julie, Wir sind Helden – eine Frechheit diese Interpreten in einem Atemzug zu nennen? Kann sein, doch so unterschiedlich wie all diese Bands sind (und auch wenn erstere ein Denkmal für ihren Beitrag zur Musikszene in Deutschland verdienen) haben sie doch alle etwas gemeinsam: Sie wiederspiegeln das deutsche Texte auf dauer anstrengen und hier und da auch langweilen, besonders wenn man das auf diese “neue Deutschrockwelle” bezieht, die armen Helden. The Aim Of Design Is To Define Space lässt aufatmen – Hier schallt einem keine Revolution aus den Boxen entgegen, aber für das Genre alle mal eine ungewohnt frisches Combo. Der Sänger erinnert mich (im positiven Sinne) ein wenig an die Stimme von Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer, und Allgemeinen: der Sound von The Aim Of Design ist einfach Hammer und hebt sich wieder einmal vom “Industriestandart” ab. Kurz und schmerzlos – Texte toll, Stimme toll, Sound toll, Platte toll, Name toll. toll, oder?

Hörproben: Geboren im Winter, mehr Hörproben gibts auf Myspace!
Webseite: Aimofdesign Myspace
Label: Haute Areal

21 Feb, 2008

Boxcutter – Glyphic, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Ha! Selbst ertappt: Diese LP habe ich mir nur wegen dem Cover geholt und vor einem Jahr noch hätte ich ihr wohl nichts abgewinnen können … aaaaber, man bleibt ja auch nicht stehen ;) Auf Boxcutters “Glyphic” dröhnen einem nämlich typische Drum and Bass Sounds entgegen und richtig beeindrucken konnte mich das Genre bis jetzt noch nicht – daran wird auch diese Scheibe hier nichts ändern, da es sich hier unterm Strich doch nicht um DnB handelt. Wundervoll verschmelzen endlose Basstöne, die sich ihren Weg aus dem Keller erkämpfen mit Umgebungsgeräuschen, Bongos und allerlei anderen Soundschnippseln und das erste mal macht der oben angesprochene Sound für mich irgendwie Sinn. Wer bis dato auch Probleme dieser Art hatte sollte sich Glyphic unbedingt einmal genehmigen!

Hörproben: Windfall, Glyphic, Bug Octet
Webseite:
Boxcutters Myspace
Label: Planet Mu

20 Feb, 2008

Alan Braxe & Fred Falke – Running, EP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Hiermit läute ich quasi die “Goldies” Rubrik ein, klar – wir hatten schon mal hier und da eine Single etc. vorgestellt aber ab nun werde ich in regelmäßigen Abständen ein paar Juwelen einschieben, die (schon fast vergessen) in meiner Musiksammlung liegen und einige von euch vielleicht noch nie gehört haben ;) Den Anfang machen Alan Braxe & Fred Falke mit ihrer Running EP. Manche mögen die 2 vielleicht kennen (Alan ist ja fast auf jeder Kitsune Compilation vertreten) doch im gegensatz zu ihren letzten, recht raw-en Releases ist das Teil hier House in seiner Vollendung und immer wenn ich “Intro” höre fällt mir schmerzlich auf, das es solch smoothe Frenchhouse Scheiben leider nur noch allzu selten gibt. Der ideale Track für eine warme Sommernacht, in der man mit sich und der Welt im reinen ist.

Hören: Alan Braxe & Fred Falke – Intro
Erschienen: 20.02.2002, Label: Vulture

20 Feb, 2008

Justus Köhncke – Safe and Sound, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

An jeder Ecke prangerte mir in den letzten Wochen nur eins entgegen: Justus Köhncke. Zugegeben, ich mag sein Zeug, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich von ihm nocht nichts, eher war er immer einer von den typischen “Kompakt-Leuten” – erwartet gut, und typisch kompakt aber in den letzten Jahren zu wenig überraschend. Das ändert sich mit diesem Album, denn auf “Safe and Sound” vermischt Herr Köhncke den angesprochenen “typischen” Sound mit popigen Elemente, was am Ende eine sehr angenehme, eingängige Platte ergibt. Größtenteils Bleibt er sich zwar treu und klingt über weite Strecken des Albums recht Oldschool, aber immer auf Höchstem Niveau. Bei Tracks wie Parage, oder Molybdän ist dann aber auch der letzte überzeugt: eine Must-Have Platte für Elektro Liebhaber.

Hörproben: Parage, Molybdän, Feuerland,
Webseite: Faz Portrait
Vergleichbar mit: Supermayer
Label: Kompakt

17 Feb, 2008

Lützenkirchen – 3 Tage wach, Single

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Ehrlich gesagt hat der Track bei mir nicht sofort gezündet, aber mittlerweile hat er mich auch infiziert und ich bin mir recht sicher, das uns hier die erste Clubhymne des Jahres 2008 serviert wird, und ebenso dass die Afterhour Boys&Girls aus Berlin und Co. dieser ganzen Sache mindestens ein kleines Schmunzeln abgewinnen können. Am 3.3.08 ist Release auf dem neuen Label von Oliver Koletztki (”der Mückenschwarm”) und Andrej Dallmann names Stil vor Talent. Das Video lässt sich auch ganz gut sehen, in bester Justice-Aftereffects Manier. Pille, Palle, Film ab!

zum Track: 3 Tage wach
Zusatzmaterial: Polylux Bericht
Label: Stil vor Talent

15 Feb, 2008

Sascha Funke – Mango, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Herr Funke bleibt sich treu – ich glaube es ist jetzt knapp 2 Jahre her als er in unserem Club hier war und schon damals war angenehm zu spüren, dass der Herr sich seine eigene Art bewahrt (damals in der Form das er auf die typischen Peaktime-knaller verzichtet hat und sein Set aus größtenteils aus neuen, unbekannten Material bestand) vergleichbar mit einem Isolée. Nun aber (um die Kurve zu kriegen) zu Mango: die LP ist ein bisschen eigenwillig, das aber im positiven Sinne, hört sich einfach sehr nach BPitch Control an, aber ist mir recht bei solchen Tracks wie “We Are Facing The Sun” und Co. – die ganze Scheibe wurde nicht umsonstn von Kritikern Land auf, Land ab in den Himmel gelobt. Hörproben: derzeit auf Myspace das ganze Album Probehören! Webseite: Saschas Myspace Label: BPitch Control

14 Feb, 2008

Clark – Turning Dragon

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Clark ist hart – hart an der Grenze. Als “Nachfolger” von Aphex Twin brachte er Ende des letzten Jahres als kleine Einstimmung für das vorliegende Album die ep Throttle Promoter mit dem Genialen Dirty Pixie an den Start. Turning Dragon ist noch ein Stück härter und man fragt sich anfangs ob man hier stupide Hardtechno vom Ausnahmelabel Warp serviert bekommt. Aber nein: Clark vereint hier auf unglaubliche Art und Weise die animalische Seite eines Vollrauschs mit unglaublich hektischer Cleverness. Hate it or Love it – Zündet beim ersten mal hören, und nochmal wenn man die Platten dann endlich kapiert hat. Nur die Titel hätten ein bisschen weniger Klischee ausfallen dürfen hrhr.

Hörproben: New Year Storm, Volcan Veins, Dirty Pixie, Sampler 1 + 2
Webseite: Homepage, Myspace
Vergleichbar mit: Aphex Twin
Label: WARP

06 Feb, 2008

Clare & The Reasons – The Movie

Posted by: Phil In: Pop| Reviews ()

Kennt ihr das? Freitag Abend, keine Party aber verdientes Wochenende: endlich einmal Zeit für sich, ein paar Stündchen entspannen – bei ein/zwei Zigaretten “Spezialé”, offenem Fenster und Musik bei Blümchensex-Lautstärke. Es kann doch so schön sein. Wer einen Solche Moment Versüßen kann, in Form von Musikalicher Untermalung, ist eindeutig Clare & The Reasons: Die Stimme erinnert ein bisschen an Feist, fährt dabei aber ein ganz anderes Kaliber auf, Instrumental ist “The Movie” dabei so Charmant und Leichtfüßig wie die Kulisse eines alten Disney Films zugleich aber trozdem Erwachsen genug um nicht einmal ansatzweise Kitschig zu wirken.

Hörproben: Pluto, Under The Water
Webseite:
Clare auf Myspace
Vergleichbar mit: Feist
Label: Frog Stand Records

06 Feb, 2008

VA – Disco not Disco

Posted by: Phil In: Funky| Rock ()

Stop! Nicht täuschen lassen, auch wenn der Uli euch unterm Strich recht viel E-lektro verdealt ist die Compilation “Disco not Disco” weniger zappelig als man es erwarter. Das ganze bewegt sich eher in die richtung Punk/Funk, dabei ziehen sich Elemente wie Groovende Basslines (wie z.b. bei “Mind Your Own Business”) oder rotzige Synthesizer a la Nitzer Ebb (”Los ninos del parque”) wie ein roter Faden durch die Ganze Compilation. Irgendwie zu Antik für New Wave, aber auch zu frei Schnauze für Funk – find ich toll.

Hörproben: Laundrette, Mind Your Own Business, Los niños del parque
Label:
Strut

“Alec Empire spielt Rock ohne Gitarren” – besser kann man es nicht formulieren. Als ehemaliges Mitglied der Atari Teenage Riot (einer chaotischen Punk/techno Clique) macht Mr. Empire nun schon sein einigen Jahren eigene Musik die sich irgendwo zwischen hartem Rock, Techno, Industrial und Dub wiederfindet. Witzige Randinfo: auf der ganze Platte ist unglaublicherweise keine einzige “echte” Gitarre zu hören, jedes Riff wird hier aus dem Synthesizer gepeitscht. Unterm Strich eine Spritzige/Bissige Platte, Textlich bisschen Klischee aber hey – who cares. PS: Auf der Platte gehts teilweise auch “Elektronischer” zu als bei den Hörproben, aber das nur am Rande.

Hörproben: On Fire, Kiss of Death, New World Order
Webseite: alec-empire.com
Vergleichbar mit: Nine Inch Nails
Label: Eat Your Heart Out/Cargo

03 Feb, 2008

Alex Under – Dispositivos De Mi Granja

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews ()

Nicht ganz Taufrisch aber dennoch: eine der besten Tech-House Platten der letzten Jahre bescherte uns wohl Alex Under der mit seinem frischen, unverbrauchten, spritzigen aber zu gleich eingängen Sound fast immer ins Schwarze trifft (da machen die zahlreichen EP’s von ihm keine Ausnahme). Wer also auf Bodzin und co steht, kommt hier auf seine Kosten. Was ich besonders toll finde: die ersten 16 “Einmisch-Takte” werden von ihm wahrlich zelebriert, man kann wie kaum wo anders beobachten wie sich der Groove der einzelnen Tracks nach und nach Aufbaut und wird trozdem bei jedem neuen Element überrascht. Zwecks Hörproben: die Tracks entfalten sich natürlich erst in voller Länge :)

Hörproben: El Ordenador Personal, El Ganado Ovino Blanco,
Abitah La Granjeritia, Balas De Jaja Maja
Webseite: CMYK Musik auf Myspace
Vergleichbar mit: Stephan Bodzin
Label: Trapez



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