Und schon wartet ein weiterer (lokal schon länger existierender) Stil darauf die basshungrige Welt zu erobern. Chicago Juke heißt der Basstard, der sich meist zwischen 150 und 160 BPM bewegt und auf oft humorvolle Art Samples aus Mainstream-HipHop, käsigem RnB oder einfach aus bekannten Fernsehmelodien verwurstet. Grenzen gibt’s keine, hier wird einfach alles genommen, was einem gerade in die Quere kommt. Das Ganze wird noch mit sich ständig wiederholenden Vocalschnipseln (selbstredend bis zum Anschlag hoch- oder runtergepitcht) und hektisch gesetzten 808 Drums unterlegt. Die oft billig wirkende und rohe Bauweise der Tracks macht dann auch deren Reiz aus und erinnert mit ihrer Attitüde an Artverwandtes wie Ghetto Tech und Baile Funk. Einen dazugehörigen Tanz gibt’s natürlich auch, einfach mal Footwork bei Youtube eingeben.
Den netten Leuten von Planet Mu haben wir es nun zu verdanken, das einiges davon offiziell und (ganz wichtig) auf Vinyl erscheint, da sie einfach mal die halbe Juke Produzentenriege aus Chicago gesignt haben. Unter anderem sind schon EPs und Alben von DJ Nate, DJ Roc und DJ Rashad erschienen, desweiteren soll auch eine Compilation namens Bangs & Works Vol. 1 folgen, unter anderem mit diesem Schmuckstück von DJ Elmoe.
Global macht sich das Phänomen übrigens schon bemerkbar, nicht nur das sich vermehrt Juke Tracks in den DJ Sets weltweit wiederfinden, auch immer mehr (meistens britische) Produzenten nehmen die Einflüsse in ihren Stücken auf. So stehen zwei der größten Hits des Jahres unter der direkten Einwirkung von Chicago Juke, Addison Groove’s Footcrab und Ramadanman’s Work Them. Mal sehen was daraus noch alles entsteht, ein großer Spaß ist es schon jetzt.
Und schon wartet ein weiterer (lokal schon länger existierender) Stil darauf die basshungrige Welt zu erobern. Chicago Juke heißt der Basstard, der sich meist zwischen 150 und 160 BPM bewegt und auf oft humorvolle Art Samples aus Mainstream-HipHop, käsigem RnB oder einfach aus bekannten Fernsehmelodien verwurstet …