Die letzten Tage ging es hier ein bisschen sperrlich zu, aber mich hat diese scheiss Grippe schon wieder im Griff … anyway. Ich arbeitet jetzt mal ein paar Posts ab, die sich hier schon förmlich stapeln. Fangen wir an mit “Was gefehlt hat” – Auf einen Best of 2008-Post habe ich keine Lust denn die prangern einem derzeit ja an jeder Ecke entgegen und sind zu 90% großer Bullshit, dafür aber liefer ich noch ein paar Plattenreviews nach die ich hier einfach irgendwie vergessen hab zu Posten. Also, auf gehts – lasst euch Zeit, schaut lieber öfters drüber als einmal und nur so zur hälfte, ich verspreche: es lohnt sich. ;)
Clueso
So Sehr Dabei, LP

Die Platte hat sich 2008 ganz still und heimlich zu meiner meistgehörtesten Scheibe hochgearbeitet, und ich kann mir selbst nicht erklären warum der Entwurf so lange lag, wie er lag. “So Sehr Dabei” ist mit “Gute Musik” die beste Platte von Herrn Clueso. Ehrlicher, bunter und einfach guter™ Rock/Pop bei dem man spührt das jede Sekunde von Herzen kommt, authentisch wie selten etwas, und irgendwie auch wundervoll-Ost. Ein Album das einfach durchläuft, ohne auch nur eine Minute zu anstrengend oder belanglos zu sein. Tolle Musiker, tolle Texte, toller Typ, sympathisch, direkt, zeitnah, treffsicher, nicht abgehoben und deutsch(!), trifft schlicht und einfach meinen Nerv. Ganz großes Kino und Einfach toll.
Hörproben: Barfuß, Utopie
Webseite: Myspace
Label: Four Music
Air France
No Way Down, EP

Die 2. EP “Now Way Down” von Air France stellt eine Art Sammelsurium von erschienen dar, und bringt somit den Sound der Schweden sehr gut auf den Punkt. Verwaschener, loopiger Nord-Pop der zum träumen einlädt und einen davon trägt, wie gemacht für schwüle Sommernächte und weinrote Sonnenuntergänge, immer mit der unverwechselbaren Brise skandinavischer Melancholie die jede einzelne Sekunde mitschwingt. Aufjedenfall ein Name, von dem man noch öfters Hören wird.
Hörproben: Collapsing At Your Doorstep, No Excuses
Webseite: Myspace
Label: Sincerely Yours
Fleet Foxes
Fleet Foxes, LP

Manchmal, da komme ich in Versuchung über etwas zu Schreiben von dem eigentlich nur ein Titel toll ist – zum Glück lasse ich mir immer genug Zeit, und kann dieser Tatsache fast immer Wiederstehen. Hier ist das ähnlich, aber dann doch irgendwie ganz anders: “White Winter Hymnal” von den Fleet Foxes ist mit Abstand das wunderschöneste Lied auf der nach der Band betitelten LP, nur ist der Rest dadurch keineswegs schlecht, im Gegenteil: Dieses Album ist wohl eines der Highlights 2008, wunderschön unbeschwerter, folkiger Pop in Form von 11 zeitlosen Songs, die gemütlich an allen Klischees vorbeiziehen. Wie gemacht für diese grauen Tage, ein Debut das seines gleichen sucht.
Hörproben: White Winter Hymnal, Sun It Rises
Webseite: Myspace
Label: Sub Pop
Morgan Geist
Double Night Time, LP

Morgan Geist, die eine Hälfte von Metro Area (macht es Klick? Hrhr), hat sein erstes Solo-Album an den Start gebracht, das die merkwürdige Symbiose von Detroit und Disco scheinbar im Schlaf meistert. Ich muss zwar zugeben, das vorallem beim Titel “Detroit” mich anfangs die Stimmen (die von Junior Boys-Sänger Jeremy Greenspan und Kelley Polar beigesteuert werden) sehr Irritierten, aber schon nach ein paar Sekunden macht das ganze einfach Sinn, und fügt sich in das gut verdauliche Gesamtbild ein … und für Puristen gibt es ja immernoch den grandiosen Carl Cragi Remix. Unterm Strich eine schöne Scheibe, auch wenn sie für mich persönlich vielleicht schon ein bisschen zu “leichte Kost” ist. Hört einfach mal rein, verkehrt machen kann man da aufjedenfall wenig.
Hörproben: Detroit, The Shore
Webseite: Myspace, Myspace Metro Area
Label: Environ
Nightmares On Wax
Thought So, LP

Wieder einmal Warp, ich getraue es mich ja fast garnicht mehr drüber zu schreiben. Mit der “Thought So” LP geben sich auch Nightmares On Wax (nach fast 2 Jahrzehnten) wieder einmal die Ehre auf dem Ausnahme-Label. Dabei wird man zwar nicht sonderlich überrascht (Laut titelte sogar “Der Name ist Programm”) aber was solls: Das ganze ist einfach eine super Sache geworden. Der typische Nightmares on Wax-Sound groovt wie eh und je smooth vor sich hin, und lädt zum Abschalten ein, zwar nicht so schnurgerade wie von alten Releases gewohnt, aber so ein paar Ausfallschritte haben ja noch nie geschadet. Down-Tempo für jedermann, im positiven Sinne.
Hörproben: Da Feelin’
Webseite: Myspace
Label: Warp
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