Alles auf einen Blick: ‘Rock

29 Jan, 2009

2008: Was gefehlt hat, Teil 1

Posted by: Phil In: Anders| Elektronisch| Funky| Indie| Pop| Reviews| Rock ()

Die letzten Tage ging es hier ein bisschen sperrlich zu, aber mich hat diese scheiss Grippe schon wieder im Griff … anyway. Ich arbeitet jetzt mal ein paar Posts ab, die sich hier schon förmlich stapeln. Fangen wir an mit “Was gefehlt hat” – Auf einen Best of 2008-Post habe ich keine Lust denn die prangern einem derzeit ja an jeder Ecke entgegen und sind zu 90% großer Bullshit, dafür aber liefer ich noch ein paar Plattenreviews nach die ich hier einfach irgendwie vergessen hab zu Posten. Also, auf gehts – lasst euch Zeit, schaut lieber öfters drüber als einmal und nur so zur hälfte, ich verspreche: es lohnt sich. ;)

Clueso
So Sehr Dabei, LP

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Die Platte hat sich 2008 ganz still und heimlich zu meiner meistgehörtesten Scheibe hochgearbeitet, und ich kann mir selbst nicht erklären warum der Entwurf so lange lag, wie er lag. “So Sehr Dabei” ist mit “Gute Musik” die beste Platte von Herrn Clueso. Ehrlicher, bunter und einfach guter™ Rock/Pop bei dem man spührt das jede Sekunde von Herzen kommt, authentisch wie selten etwas, und irgendwie auch wundervoll-Ost. Ein Album das einfach durchläuft, ohne auch nur eine Minute zu anstrengend oder belanglos zu sein. Tolle Musiker, tolle Texte, toller Typ, sympathisch, direkt, zeitnah, treffsicher, nicht abgehoben und deutsch(!), trifft schlicht und einfach meinen Nerv. Ganz großes Kino und Einfach toll.

Hörproben: Barfuß, Utopie
Webseite: Myspace
Label: Four Music

Air France
No Way Down, EP
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Die 2. EP “Now Way Down” von Air France stellt eine Art Sammelsurium von erschienen dar, und bringt somit den Sound der Schweden sehr gut auf den Punkt. Verwaschener, loopiger Nord-Pop der zum träumen einlädt und einen davon trägt, wie gemacht für schwüle Sommernächte und weinrote Sonnenuntergänge, immer mit der unverwechselbaren Brise skandinavischer Melancholie die jede einzelne Sekunde mitschwingt. Aufjedenfall ein Name, von dem man noch öfters Hören wird.

Hörproben: Collapsing At Your Doorstep, No Excuses
Webseite: Myspace
Label: Sincerely Yours

Fleet Foxes
Fleet Foxes, LP

Manchmal, da komme ich in Versuchung über etwas zu Schreiben von dem eigentlich nur ein Titel toll ist – zum Glück lasse ich mir immer genug Zeit, und kann dieser Tatsache fast immer Wiederstehen. Hier ist das ähnlich, aber dann doch irgendwie ganz anders: “White Winter Hymnal” von den Fleet Foxes ist mit Abstand das wunderschöneste Lied auf der nach der Band betitelten LP, nur ist der Rest dadurch keineswegs schlecht, im Gegenteil: Dieses Album ist wohl eines der Highlights 2008, wunderschön unbeschwerter, folkiger Pop in Form von 11 zeitlosen Songs, die gemütlich an allen Klischees vorbeiziehen. Wie gemacht für diese grauen Tage, ein Debut das seines gleichen sucht.

Hörproben: White Winter Hymnal, Sun It Rises
Webseite: Myspace
Label: Sub Pop

Morgan Geist
Double Night Time, LP

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Morgan Geist, die eine Hälfte von Metro Area (macht es Klick? Hrhr), hat sein erstes Solo-Album an den Start gebracht, das die merkwürdige Symbiose von Detroit und Disco scheinbar im Schlaf meistert. Ich muss zwar zugeben, das vorallem beim Titel “Detroit” mich anfangs die Stimmen (die von Junior Boys-Sänger Jeremy Greenspan und Kelley Polar beigesteuert werden) sehr Irritierten, aber schon nach ein paar Sekunden macht das ganze einfach Sinn, und fügt sich in das gut verdauliche Gesamtbild ein … und für Puristen gibt es ja immernoch den grandiosen Carl Cragi Remix. Unterm Strich eine schöne Scheibe, auch wenn sie für mich persönlich vielleicht schon ein bisschen zu “leichte Kost” ist. Hört einfach mal rein, verkehrt machen kann man da aufjedenfall wenig.

Hörproben: Detroit, The Shore
Webseite: Myspace, Myspace Metro Area
Label: Environ

Nightmares On Wax
Thought So
, LP
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Wieder einmal Warp, ich getraue es mich ja fast garnicht mehr drüber zu schreiben. Mit der “Thought So” LP geben sich auch Nightmares On Wax (nach fast 2 Jahrzehnten) wieder einmal die Ehre auf dem Ausnahme-Label. Dabei wird man zwar nicht sonderlich überrascht (Laut titelte sogar “Der Name ist Programm”) aber was solls: Das ganze ist einfach eine super Sache geworden. Der typische Nightmares on Wax-Sound groovt wie eh und je smooth vor sich hin, und lädt zum Abschalten ein, zwar nicht so schnurgerade wie von alten Releases gewohnt, aber so ein paar Ausfallschritte haben ja noch nie geschadet. Down-Tempo für jedermann, im positiven Sinne.

Hörproben: Da Feelin’
Webseite: Myspace
Label: Warp

12 Nov, 2008

Warp Record Spring 2008, Sampler

Posted by: Phil In: Anders| Elektronisch| Funky| Indie| Pop| Reviews| Rock ()

Warp ist ja echt noch eines der wenigen, lobenswerten Labels mit Eiern. In einer Zeit in der die großen ihre Ausschlacht-Vermarktung auf Seelenlosen Bullshit reduziert haben, schafft es Warp nach all den Jahren immernoch mit jedem einzelnen Release Interesse zu wecken, einen einzigartigen Label-Sound zu kreeiren und stehts spannend zu bleiben. Wenn man bedenkt das die Act’s auf Warp aus nahezu jedem Genre kommen ist das schon beachtlich. Mit dem “Warp Record Spring 2008″ Sampler wird das aktuelle Gesicht des Labels nun auf einer Veröffentlichung festgehalten auf der sich schon die Tracklist (nach dem klick) liest wie solid Gold. Querbeat auf besonders hohem Niveau, uneingeschränkt für jeden zu empfehlen.

Hörproben: Leila – Mettle, Jamie Lidell – Little Bit Of Feel Good, Battles – Atlas
Webseite: http://www.warprecords.com/
Label: Warp

Ich will mehr… ▼

03 Nov, 2008

Bloc Party – Intimacy, LP

Posted by: Phil In: Anders| Elektronisch| Pop| Reviews| Rock ()

So richtig kann ich es ja nicht mehr hören, denn jeder kotzt ab. Über das 2. Album von Bloc Party wurde abgekotzt, und über “Intimacy” jetzt irgendwie auch. Man gehen mir diese Leute auf den Senkel! Klar, das Debut “Silent Alarm” war toll, aber sind wir doch mal ehrlich: es ist doch viel toller das Bloc Party sich nicht darauf ausruhen. Intimacy ist aufjedenfall super, wenn man mal als “Fan der ersten Stunde” den Blick über den Tellerrand wagt was einigen recht schwer fällt. Bloc Party hört sich 2008 eben anders an, elektronischer, kratziger, zerrissener und es wäre schlimm wenn das nicht der Fall wäre denn Stillstand ist bekanntlich der Tot. Die Band ist aufjedenfall auf Kurs, bleibt irgendwie angenehm unberechenbar und ist der eigenen Fanbase scheinbar einfach ein paar Schritte voraus, aber hey: das kapieren die schon noch, denn Herzergreifend, ehrlich und mitreißend bleibt das ganze dabei genau so wie bei beim erstling. Großes Kino.

Hörproben: Mercury, Trojan Horse
Webseite: http://blocparty.com
Label: Atlantic Records

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18 Sep, 2008

Kings of Leon – Only By The Night, LP

Posted by: Phil In: Pop| Reviews| Rock ()

Gestern kam das neue Kings of Leon’s Album “Only By The Night” raus (in europa sogar 6 tage früher als bei den Amis, tädää) und ich muss sagen: das gefällt mir wieder richtig gut. Überraschungen sehen zwar anders aus, und das ganze hört sich auch längst nicht mehr so nach nach Kautabak und ungeschütztem Geschlechtsverkehr an wie z.b. Youth And Young Manhood” ist aber trozdem auf seine recht brave Art und Weise super Charmant, und wenn man Lieder wie “17″ hört kriegt man doch mit das sich die ganze Band entwickelt, eben nur nicht richtig wohin. Who cares – es scheint die richtige Richtung zu sein.

Hörproben: Sex On Fire, 17
Webseite: Myspace
Label: RCA Records

09 Mai, 2008

Pendulum – in Silico, Album

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews| Rock ()

Ein 3/4 Jahre müsste es her sein dass ich das erste mal von Pendulum gehört habe. Ich hab damals das Netz ein bisschen durchstöbert und kam auf eine “Best Drum’n'Bass LP’s” Liste in der das Album “Hold your Color” von eben dieser Band ganz weit oben stand. Eigentlich halte ich ja nicht viel von Drum’n'Bass, die meisten Produzenten sind einfallslos und machen größtenteils unausstehliche Scheisse, die DnB Partys in unserer Stadt waren auch schon immer Panne und seit dem Bassdrive.com nur noch Müll bringt hatte ich auch meine letzte Hoffnung aufgegeben. Pendulum machte meine kleine DnB Welt aber wieder Heile, denn Hold your Color war ja mal richtig fett. Jetzt bin ich über den Pre-Release vom neuen Album namens “in Silico” gestoßen der mindestens genau so gut abgeht, und mit dem ersten Track “Showdown” schon von Anfang an in die vollen geht. Viel Gitarren, viele Amps, viel Breakbeat, viele Strange Samples – nicht jedermanns Geschmack, aber meiner Meinung nach auch sehr sehr hörenswert.

Hörproben: Showdown, Visions
Webseite: Pendulum.com
Live Fotos: flickr
Label: Breakbeat Kaos

21 Apr, 2008

The Egg – Forwards, Album

Posted by: Phil In: Indie| Rock ()

Buuh Uli, Buuuh! Noch ein angestaubtes Album! Na und? Ist nämlich sehr toll das Ganze, und als das rauskam hat der Uli noch garnicht die Seite hier betrieben. Siehste. The Egg sind nämlich ganz große ihres Faches, und da ich gerade wieder ein bisschen auf meiner melancholischen Welle umhersurfe (diesmal sind alle Augen trocken geblieben) darf “Forwards” natürlich nicht fehlen. Was The Egg machen kann ich jetzt garnicht so konkret sagen, ich könnte jetzt wie bei The Notwist wieder irgendeine Frankesteinkreuzung aus Band X und Künster Y bringen, will ich aber garnicht. The Egg lässt träumen, weinen, schweben, entspannen – und das ist doch genug der Beschreibung, oder nicht? Hört einfach selbst … Für Jenni.

Hörproben: Wall, Always There
Webseite: Myspace von The Egg
Label: Squarepeg

03 Mär, 2008

Nick Cave & The Bad Seeds – Dig, Lazarus, Dig!, LP

Posted by: Phil In: Reviews| Rock ()

Nick Cave gibt sich auf seiner neuen Platte so richtig abgefuckt, aber hey – das ist cool. Und so präsentiert er uns zusammen mit den Bad Seeds ein richtig lässiges Rock Album, das textlich mit einer Mischung aus Sünde, Strafe, männlichem Klischee-Zorn, Melancholie und einer Prise Arroganz aufwartet. Die Musik, die Herr Cave hier produziert, scheint wie gemacht für verrauchte Bars mit regem Andrang am Billiardtisch, Fahrten in amerikanischen-spritfresser Cabrios über endlos lange, verstaubte Straßen oder durchzechte Nächte nach gescheiterten Beziehungen. Ich bin in der Kneipe um die Ecke und verlange dass diese Platte eingelegt wird, wäre doch gelacht!

Hörproben: Dig Lazarus Dig!, Jesus Of The Moon
Webseite: Nick Cave Online
Label: Mute

03 Mär, 2008

Nine Inch Nails – Ghosts I-IV, LP

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews| Rock ()

Trent Reznor geht mit dem neuen Album von Nine Inch Nails neue Wege: “Ghosts I-IV” steht auf der Webseite des Musikers unter der “Creative Commons Attribution Non – Commercial Share Alike license” zum Download bereit. Die Lizenz erlaubt es, das Album herunterzuladen, zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen. Allerdings muss bei all diesen Aktionen der Name des Rechteinhabers genannt werden. Außerdem darf die Musik nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Ab sofort stehen 9 der insgesamt 36 Tracks kostenlos zum Download bereit. Nachdem man seine Email-Adresse angegeben hat, erhält man einen Download-Link, der die MP3-Dateien (320 kbit/s), ein PDF-Dokument mit Informationen zum Album sowie diverse Extras wie Hintergrundbilder und Icons beinhaltet. Wer alle 36 Songs herunterladen möchte, zahlt 5$ (entspricht 3.41€!) , oder kann sich für eins der etlichen anderen Packages entscheiden. Erneut wieder einmal zukunftsweisend der Herr Reznor! Standing ovations von Jetztmusik.

Album Herunterladen: Rapidshare Link, Offizieller Link
Webseite:
NIN’s Myspace
Quellen: Winfuture.de, ghosts.nin.com

06 Feb, 2008

VA – Disco not Disco

Posted by: Phil In: Funky| Rock ()

Stop! Nicht täuschen lassen, auch wenn der Uli euch unterm Strich recht viel E-lektro verdealt ist die Compilation “Disco not Disco” weniger zappelig als man es erwarter. Das ganze bewegt sich eher in die richtung Punk/Funk, dabei ziehen sich Elemente wie Groovende Basslines (wie z.b. bei “Mind Your Own Business”) oder rotzige Synthesizer a la Nitzer Ebb (”Los ninos del parque”) wie ein roter Faden durch die Ganze Compilation. Irgendwie zu Antik für New Wave, aber auch zu frei Schnauze für Funk – find ich toll.

Hörproben: Laundrette, Mind Your Own Business, Los niños del parque
Label:
Strut

“Alec Empire spielt Rock ohne Gitarren” – besser kann man es nicht formulieren. Als ehemaliges Mitglied der Atari Teenage Riot (einer chaotischen Punk/techno Clique) macht Mr. Empire nun schon sein einigen Jahren eigene Musik die sich irgendwo zwischen hartem Rock, Techno, Industrial und Dub wiederfindet. Witzige Randinfo: auf der ganze Platte ist unglaublicherweise keine einzige “echte” Gitarre zu hören, jedes Riff wird hier aus dem Synthesizer gepeitscht. Unterm Strich eine Spritzige/Bissige Platte, Textlich bisschen Klischee aber hey – who cares. PS: Auf der Platte gehts teilweise auch “Elektronischer” zu als bei den Hörproben, aber das nur am Rande.

Hörproben: On Fire, Kiss of Death, New World Order
Webseite: alec-empire.com
Vergleichbar mit: Nine Inch Nails
Label: Eat Your Heart Out/Cargo

29 Jan, 2008

Klaxons – A Bugged Out Mix

Posted by: Phil In: Elektronisch| Reviews| Rock ()

Die Erfinder des als Insider-Gag gestarteten “New Rave” halten auf dem neusten “A Bugged Out Mix” so eine Art Werksschau ab, und definieren auf 2CD’s das Spaßgenre auf ihre erwartet einzigartige, bunte Art und Weise – neben Johannes Heil, dem Wu-tang Clan und den Üblichen Verdächtigen a la Justice und den Klaxons selbst, findet man auch schonmal Roy Orbison oder Frankie Valli And The Four Seasons auf der Scheibe. Überzeugt, wenn auch nicht durch große Überraschungen.

Hörprobe: Breakbeat Metal Music, It’s Not Over, Stress
Webseite: Klaxons.net
Label: Rough Trade

24 Jan, 2008

The Mars Volta – The Bedlam In Goliath

Posted by: Phil In: Reviews| Rock ()

The Mars Volta stellt (mit Sparta) einen Splitter der sich 2001 aufgelösten Bandlegende At the Drive-in dar und hat schon mit ihren letzten Alben wie De-Loused In The Comatorium oder Frances The Mute eindrucksvoll ihren Ausnahmestatus gefestigt. The Bedlam in Goliath führt den Sound von Omar Rodriguez-Lopez und Sänger Cedric Bixler-Zavala logisch weiter, keine großen Überaschungen dafür aber gewohnt Intensive und zugleich verrückte Tracks, die Fans schwärmen und Entdecker Aufatmen lassen – Rock is not dead.

Hörproben: Metatron, Goliath
Webseite: themarsvolta.co.uk
ältere Titel: The Widow, Pour Another Icepick



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  • Phil: jetzt nur noch das verlinken üben! :D aber jo, merci.
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