Well done Mr. Wilkinson. Ambivalence Avenue trifft den Geschmack von Leuten, die auf rohe und unvollkommene Instrumentalsounds, sehr melodische Gesänge von Chören oder Solisten, eingängige Beats und ner gehörigen Portion Mit-wipp-lust stehen. Ein Album, das eine Stimmung, abhängig vom Ohr des Hörers, erzeugt. So entsteht zum Beispiel bei »Lover’s Carvings« eine Ungewissheit darüber, wie sich das Lied entwickelt (unterstrichen durch eine einzige Gitarre), welche sich aber ab der Hälfte zu einer funkigen Variation aus Claps, Gesang, der mittlerweile funkigen Gitarre und einigen Schmankerln mehr entwickelt. Facettenreich, und mit viel Gehalt an durchgestylten Samples und Instrumenten die sich durch die Lieder ziehen, verbunden mit einer Art Vinylsound, nicht zuletzt hervorgerufen durch das »cracklen« bei einzelnen Liedern, bilden ein Klangerlebnis, das auf besondere Weise Moderne Elektronik und zeitlose Easy-listening-ambient-musik verbindet. Von bassigen, knackigen Beats in »S’Vive« bishin zum ruhigen, reverblastigen Akustik-gitarren Arrangement “Abrasion” bietet Ambivalence Avenue eine Palette, der man nicht wiederstehen kann.