Scubas zweites Album ist eine erstaunlich runde Sache geworden. Und »rund« ist hier wörtlich zu nehmen, so in sich geschlossen und stimmig wirkt das Ganze und bringt seinen Stil, welcher sich auf zahlreichen vorangegangenen EPs und Singles heraus kristallisierte, in geballter Form auf den Punkt. Scheinbar mühelos pendelt er zwischen Techno und Dubstep, zwischen langsamen und schnellen Tracks, zwischen verschachtelten und geraden Rhythmen, quasi ein Album der Gegensätze. Trotzdem wirkt das Ganze nicht zerrissen.
Die Grundstimmung und -struktur der einzelnen Titel speist sich dabei aus allerlei Knistern und Rauschen im Hintergrund, aus Scubas präzisen Drums (die seine Tracks auch deutlich von anderen unterscheidet) und natürlich aus den teils melancholischen, teils euphorischen, schwebenden Flächen und Melodien, welche oft mit viel Hall und Delay versehen sind. Besonders überzeugt mich das dann, wenn dazu noch Gesang zum Einsatz kommt, wie zum Beispiel bei »So You Think You’re Special«.
Kürzlich konnte ich auch meine Mutter, die mit elektronischer Musik eigentlich nichts am Hut hat, von diesem Album überzeugen (eher zufällig, ich hatte die CD in ihrem Auto vergessen, sie hörte sie und fand es sehr gut), was mich wiederum in meiner Überzeugung bestärkt hat, daß sich mit Dubstep (und allem was daraus entstanden ist) eine universelle Form von Musik entwickelt hat, welche die unterschiedlichsten Menschen anspricht. Yeah.