
Wer unsere kleine Seite ein wenig mitverfolgt hat vielleicht vor ein paar Wochen die Preview von “Songs On The Rocks” gelesen, und was soll ich sagen: Hier ist nun der richtige Beitrag dazu. Ich hatte das Glück das ganze schon jetzt Probehören zu dürfen und muss sagen das warten hat sich gelohnt. Zwar kommt Songs On The Rocks teilweise unerwartet düster daher, dennoch bleiben Nôze sich treu und entwickeln sich und den damit verbundenen Sound ständig weiter. Gute Laune-Kracher sind natürlich auch wieder mit von der Partie und stellen immer noch die Highlights der LP dar (Remember Love, You have to Dance) ohne dabei nur eine sekunde ausgelutscht zu wirken. Wer diese Platte kauft weiß was er hat.
Hörproben: You have to Dance, Kitchen (Pop Version), Remember Love, L’inconnu du placard
Webseite: Myspace von Nôze
Label: Get Physical
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Man, man, man. Der Name von Benga’s neuer LP ist ja mal soetwas von Klischee das es fast schon schmerzt, aber hey: die Wirkung wird nicht verfehlt. Wer nämlich “Diary Of An Afro Warrior” in die Anlage haut kommt sich ca. so vor wie ein routinierter CounterStrike Progamer der von einem 12 Jahre alten Kid namens “KILLER” zusammengeschossen wird. Nicht das Benga NoName wäre (eher garnicht, da er einer der wichtigsten Dub Step Producer der letzten Jahre darstellt) aber was einem hier entgegenschallt kommt schon ein wenig unerwartet. Straighter, schneller, kraftvoller Dubstep wie man ihn selten aufgetischt bekommt. Für Leute die sich vom Genre angezogen fühlen ist das ein definitiver Pflichtkauf.
Hörproben: E Trips, Someone 20, 3 Minutes
Webseite: Myspace von Benga
Label: Tempa
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Hätten wir eine Platte des Monats wäre es wohl in diesem März Newworldaquariums “The Dead Bears” geworden. Das ist wieder so ein Examplarisches Album das erst durchs Hintertürchen seine ganze Pracht entfalten kann, denn für Stücke wie “The Force” oder “Shine Eyed” gibt es eben nun einmal kein fast-forward an die spannenste Stelle. Jochem Peteri arbeitet hier lange, Loop-lastige Stücke aus die ihren Charme dadurch erhalten das die Veränderungen im Track knapp an der Wahrnehmungsgrenze liegen, da er den Aufbau dieser Minutenlang vorbereitet. Das kitzelt die Sinne auf eine komplett neue Art, und man begreift erst allmälig was hier für ein Release vor einem liegt. PS: Kirana’s Lament am besten mit einer Partion Sonne, frischer Luft und viel DB genießen!
Hörproben: Kirana`s Lament, The Force
Webseite: Jochems Myspace
Label: WORDA
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Und noch ein Selbsbetiteltes Album wie monoton, buhhhh! … aber nunja, was soll ich machen: Vampire Weekend haben da einfach eine feine Platte angerichte, zwar mit gewohnter Gittarren-Kost dafür aber umso exotischer Gewürzt. Was auch immer die Jungs da rangeschmissen haben – es muss irgendwo aus Mexico oder Afrika stammen. Dabei kommen dann so leckere Sachen wie “A-Punk” oder “M79″ die fast schon zwanghaft jedem Geschmacksnerv schmeicheln. Unbeschwertes, tolles Mash-Up das im Gegensatz zu meinem leicht faden “Essen – Musik” vergleich auf Anhieb überzeugt, sogar Indiemuffel wie mich. Uli bekommt Appetit!
Hörproben: A-Punk, M79
Webseite: VampireWeekend.com
Label: XL/Beggars
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Viel weiß ich ehrlich gesagt nicht über Andrew Butler, in meine Welt ist er vor ca. 21 Tagen getreten – in Form seines neuen Projektes Hercules & Love Affair. Derzeit Prangert dieser Name ja an jeder ecke, ob nun Intro, Groove oder Spex: jeder liebt Andrew. Und was mach ich? Liebe würde ich es nicht gleich bezeichnen, aber gut ist es schon, das Debut von Hercules & Love Affair, dabei handelt es sich hierbei um eine Hörreise zurück in die 70er – zurück in die Disco. Alles ein bisschen Steriler, etwas geordneter, aber das macht gerade den Reiz von dieser Platte aus. Andrew Grooved irgendwo zwischen Sister Sledge, Linstrom und Hot Chip ab, nur viel relaxter. Bei all dem Hype: nicht mehr und nicht weniger als eine echt nette Platte, auch wenn sie auf Zeppelin-Größe aufgeplustert wurde.
Hörproben: Hercules Theme, Blind
Webseite: Anrdrew’s Myspace
Label: EMI/DFA
Tags:
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An jeder Ecke prangerte mir in den letzten Wochen nur eins entgegen: Justus Köhncke. Zugegeben, ich mag sein Zeug, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich von ihm nocht nichts, eher war er immer einer von den typischen “Kompakt-Leuten” – erwartet gut, und typisch kompakt aber in den letzten Jahren zu wenig überraschend. Das ändert sich mit diesem Album, denn auf “Safe and Sound” vermischt Herr Köhncke den angesprochenen “typischen” Sound mit popigen Elemente, was am Ende eine sehr angenehme, eingängige Platte ergibt. Größtenteils Bleibt er sich zwar treu und klingt über weite Strecken des Albums recht Oldschool, aber immer auf Höchstem Niveau. Bei Tracks wie Parage, oder Molybdän ist dann aber auch der letzte überzeugt: eine Must-Have Platte für Elektro Liebhaber.
Hörproben: Parage, Molybdän, Feuerland,
Webseite: Faz Portrait
Vergleichbar mit: Supermayer
Label: Kompakt

Clark ist hart – hart an der Grenze. Als “Nachfolger” von Aphex Twin brachte er Ende des letzten Jahres als kleine Einstimmung für das vorliegende Album die ep Throttle Promoter mit dem Genialen Dirty Pixie an den Start. Turning Dragon ist noch ein Stück härter und man fragt sich anfangs ob man hier stupide Hardtechno vom Ausnahmelabel Warp serviert bekommt. Aber nein: Clark vereint hier auf unglaubliche Art und Weise die animalische Seite eines Vollrauschs mit unglaublich hektischer Cleverness. Hate it or Love it – Zündet beim ersten mal hören, und nochmal wenn man die Platten dann endlich kapiert hat. Nur die Titel hätten ein bisschen weniger Klischee ausfallen dürfen hrhr.
Hörproben: New Year Storm, Volcan Veins, Dirty Pixie, Sampler 1 + 2
Webseite: Homepage, Myspace
Vergleichbar mit: Aphex Twin
Label: WARP
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“Jetzt schon die dritte Mix CD! Die spinnen doch!” Nein, Spaß beiseite: es tut mir ja fast schon ein bisschen leid aber bei der Qualität der letzten Reviews muss man diese einfach hier Auflisten. Die Fabric Reihe macht da keine Ausnahme und sollte ja an sich kein unbekanntes Kind sein, M.A.N.D.Y. wohl noch weniger. Wenn ich ehrlich bin nehme ich die 2 Herrschaften Patrick Bodmer und Phillip Jung in letzter Zeit sowieso nur noch in Mix-Form wahr (At The Controls, Get Physical Compilations) und das auch nicht ohne Grund: Die 2 schaffen es jedes mal aufs neue, ein zugleich warmes aber passagenweise angenehm düsteres Trackgeflecht zu schaffen, das nicht nur auf aktuelle Hits aufbaut. Einfach Ideal für “Zwischendurch”, und das im positivsten Sinne.
Webseite: Physical-Music.com
Label: Get Physical

Zu diesem Mann muss man ja eigentlich nicht mehr viel sagen: Kein Jahr vergeht in dem uns Herr Craig nicht mit seinem Detroitsound verzaubert oder in Form der allgegenwärtigen (immer hochwertigen) Craig-Remixes durch die Clubs jagt (so wohl auch dieses Jahr) und um uns daran zu erinnern was er 2007 so getrieben hat, findet man auf der neuen “Sessions” nur sehr vereinzelt Craig-fremde Tracks. Eine sehr angenehmer Mix, durch den sich Craigs Sound wie ein roter Faden in Form von Eigenproduktionen oder Remixes zieht und natürlich auch nicht die Hits der letzten Session fehlen dürfen (Like A Child, Falling Up, etc. pp.) – hier darf man beherzt zugreifen!
Hörproben: Like A Child, Falling Up
Webseite: Planet-E
Label: !K7 Records
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Fast schon wie ein Fluch lag der Ruf seiner “funktionalen Clubtracks” über Anders Trentemøller, ein Hit nach dem anderen fand den Weg auf Vinyl und man dachte fast schon, dieser Mann wäre eine Maschine. Das er auch anders kann beweißt er eindrucksvoll auf seinem Debut “The Last Resort” und offenbart damit sein wahres Genius – das ist Elektronische Musik mit Tiefgang, die am Ende immer unter der Haut landet. 2CD’s die ein Gesamtkunstwerk ergeben, dabei aber nie langatmig werden: Titel wie “Take Me Into Your Skin”, “While the Cold Winter Waiting” oder “Miss You” setzen Höhepunkte auch mal in dem sie einfach an den entscheidenten Stellen die Bassline wegnehmen, und Titel wie “Chameleon”, “Killer Kat” oder “Vamp” bauen umso kraftvoller darauf auf. Ein Album das fast wie kein zweites meine Emotionen ansteuert, und zum “fallen lassen” anregt – in dieser letzten Zuflucht kann man sich wirklich auf ewig verlieren. Unverzichtbar!
Hörproben: Take Me Into Your Skin, Moan, Miss You, Vamp
Webseite: Trentemoller auf Myspace
Vergleichbar mit: Pantha du Prince, Apparat
Label: Poker Flat
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