19 Okt, 2008
Posted by: Phil In: Allgemein ()

Es ist ja nicht so das es keine Dienste gäbe die einem anbieten musik on demand zu hören. Der Haken dabei: die meisten sind schlichtweg scheisse, und die die es nicht sind werden nach einem halben Jahr dichtgemacht. Die Majors bangen ja um ihre Macht und so, verständlich. Vor kurzem bin ich über Grooveshark gestolpert - sieht typisch web 2.0 aus, bietet das übliche an. Doch das Teil rockt, denn der Unterschied liegt im Detail: Grooveshark findet und spielt tatsächlich Musik und das echt erstaunlich gut (und wenn ich Musik sage meine ich den coolen Scheiss, fernab von 50Cent feat. Jeanette Biedermann & Co.) Desweiteren lassen sich lieder verlinken (!) und einbetten. Wenn das Teil überlebt steht da ein ganz großer in den Startlöschern.
Webseite: Grooveshark (via)

Clark ist hart - hart an der Grenze. Als “Nachfolger” von Aphex Twin brachte er Ende des letzten Jahres als kleine Einstimmung für das vorliegende Album die ep Throttle Promoter mit dem Genialen Dirty Pixie an den Start. Turning Dragon ist noch ein Stück härter und man fragt sich anfangs ob man hier stupide Hardtechno vom Ausnahmelabel Warp serviert bekommt. Aber nein: Clark vereint hier auf unglaubliche Art und Weise die animalische Seite eines Vollrauschs mit unglaublich hektischer Cleverness. Hate it or Love it - Zündet beim ersten mal hören, und nochmal wenn man die Platten dann endlich kapiert hat. Nur die Titel hätten ein bisschen weniger Klischee ausfallen dürfen hrhr.
Hörproben: New Year Storm, Volcan Veins, Dirty Pixie, Sampler 1 + 2
Webseite: Homepage, Myspace
Vergleichbar mit: Aphex Twin
Label: WARP
Tags:
Album,
cd,
Clark,
Dragon,
Hörproben,
jetzt,
kritik,
music,
Musik,
probehören,
Promoter,
Reviews,
Throttle,
Turning,
warp

Kennt ihr das? Freitag Abend, keine Party aber verdientes Wochenende: endlich einmal Zeit für sich, ein paar Stündchen entspannen - bei ein/zwei Zigaretten “Spezialé”, offenem Fenster und Musik bei Blümchensex-Lautstärke. Es kann doch so schön sein. Wer einen Solche Moment Versüßen kann, in Form von Musikalicher Untermalung, ist eindeutig Clare & The Reasons: Die Stimme erinnert ein bisschen an Feist, fährt dabei aber ein ganz anderes Kaliber auf, Instrumental ist “The Movie” dabei so Charmant und Leichtfüßig wie die Kulisse eines alten Disney Films zugleich aber trozdem Erwachsen genug um nicht einmal ansatzweise Kitschig zu wirken.
Hörproben: Pluto, Under The Water
Webseite: Clare auf Myspace
Vergleichbar mit: Feist
Label: Frog Stand Records
Tags:
Album,
Clare,
hören,
hörprobe,
jetzt,
Kostenlos,
kritik,
Movie,
music,
Musik,
Probe,
Reasons,
Reviews,
the

“Alec Empire spielt Rock ohne Gitarren” - besser kann man es nicht formulieren. Als ehemaliges Mitglied der Atari Teenage Riot (einer chaotischen Punk/techno Clique) macht Mr. Empire nun schon sein einigen Jahren eigene Musik die sich irgendwo zwischen hartem Rock, Techno, Industrial und Dub wiederfindet. Witzige Randinfo: auf der ganze Platte ist unglaublicherweise keine einzige “echte” Gitarre zu hören, jedes Riff wird hier aus dem Synthesizer gepeitscht. Unterm Strich eine Spritzige/Bissige Platte, Textlich bisschen Klischee aber hey - who cares. PS: Auf der Platte gehts teilweise auch “Elektronischer” zu als bei den Hörproben, aber das nur am Rande.
Hörproben: On Fire, Kiss of Death, New World Order
Webseite: alec-empire.com
Vergleichbar mit: Nine Inch Nails
Label: Eat Your Heart Out/Cargo
Tags:
Album,
Alec,
Empire,
Foretaste,
Golden,
hörprobe,
Heaven,
jetztmusik,
Kostenlos,
music,
Musik,
Of,
probehören,
Reviews,
the

Nicht ganz Taufrisch aber dennoch: eine der besten Tech-House Platten der letzten Jahre bescherte uns wohl Alex Under der mit seinem frischen, unverbrauchten, spritzigen aber zu gleich eingängen Sound fast immer ins Schwarze trifft (da machen die zahlreichen EP’s von ihm keine Ausnahme). Wer also auf Bodzin und co steht, kommt hier auf seine Kosten. Was ich besonders toll finde: die ersten 16 “Einmisch-Takte” werden von ihm wahrlich zelebriert, man kann wie kaum wo anders beobachten wie sich der Groove der einzelnen Tracks nach und nach Aufbaut und wird trozdem bei jedem neuen Element überrascht. Zwecks Hörproben: die Tracks entfalten sich natürlich erst in voller Länge :)
Hörproben: El Ordenador Personal, El Ganado Ovino Blanco,
Abitah La Granjeritia, Balas De Jaja Maja
Webseite: CMYK Musik auf Myspace
Vergleichbar mit: Stephan Bodzin
Label: Trapez
Tags:
Album,
Alex,
De,
dispositivos,
Granja,
hörprobe,
House,
jetztmusik,
lp,
Mi,
Minimal,
music,
Musik,
probehören,
tech,
Trapez,
Under

“Jetzt schon die dritte Mix CD! Die spinnen doch!” Nein, Spaß beiseite: es tut mir ja fast schon ein bisschen leid aber bei der Qualität der letzten Reviews muss man diese einfach hier Auflisten. Die Fabric Reihe macht da keine Ausnahme und sollte ja an sich kein unbekanntes Kind sein, M.A.N.D.Y. wohl noch weniger. Wenn ich ehrlich bin nehme ich die 2 Herrschaften Patrick Bodmer und Phillip Jung in letzter Zeit sowieso nur noch in Mix-Form wahr (At The Controls, Get Physical Compilations) und das auch nicht ohne Grund: Die 2 schaffen es jedes mal aufs neue, ein zugleich warmes aber passagenweise angenehm düsteres Trackgeflecht zu schaffen, das nicht nur auf aktuelle Hits aufbaut. Einfach Ideal für “Zwischendurch”, und das im positivsten Sinne.
Webseite: Physical-Music.com
Label: Get Physical

Im April erscheint das neue Album von Danger Mouse und Cee-Low namens “The Odd Couple”, das Cover sieht ja schonmal nett aus (ich tippe mal das es von Siggi Eggertson designed wurde) und allgemein wird es wohl dem Sound des letzten Jahres treu bleiben. Die erste Single die ich entdecken konnte hört sich dabei irgendwie Big Beat mäßig an (ich will nicht Fat Boy Slim ins Spiel bringen, aber der Vergleich liegt nicht so weit vom Schuss wie man denkt) keine Ahnung was ich davon halten soll, fand ich ja eigentlich schon vor 8 Jahren langweilig. Nunja, hört selbst, ist noch ganz frisch:
Hörprobe: Run
Webseite: Gnarlsbarkley.com
Tags:
Album,
barkley,
couple,
cover,
download,
gnarls,
Musik,
odd,
probehören,
rapidshare,
Reviews,
run,
Single,
the

Die Erfinder des als Insider-Gag gestarteten “New Rave” halten auf dem neusten “A Bugged Out Mix” so eine Art Werksschau ab, und definieren auf 2CD’s das Spaßgenre auf ihre erwartet einzigartige, bunte Art und Weise - neben Johannes Heil, dem Wu-tang Clan und den Üblichen Verdächtigen a la Justice und den Klaxons selbst, findet man auch schonmal Roy Orbison oder Frankie Valli And The Four Seasons auf der Scheibe. Überzeugt, wenn auch nicht durch große Überraschungen.
Hörprobe: Breakbeat Metal Music, It’s Not Over, Stress
Webseite: Klaxons.net
Label: Rough Trade
Tags:
A,
Bugged,
compilation,
Klaxons,
kritik,
Mix,
Musik,
New,
out,
probehören,
Rave,
Reviews

Fast schon wie ein Fluch lag der Ruf seiner “funktionalen Clubtracks” über Anders Trentemøller, ein Hit nach dem anderen fand den Weg auf Vinyl und man dachte fast schon, dieser Mann wäre eine Maschine. Das er auch anders kann beweißt er eindrucksvoll auf seinem Debut “The Last Resort” und offenbart damit sein wahres Genius - das ist Elektronische Musik mit Tiefgang, die am Ende immer unter der Haut landet. 2CD’s die ein Gesamtkunstwerk ergeben, dabei aber nie langatmig werden: Titel wie “Take Me Into Your Skin”, “While the Cold Winter Waiting” oder “Miss You” setzen Höhepunkte auch mal in dem sie einfach an den entscheidenten Stellen die Bassline wegnehmen, und Titel wie “Chameleon”, “Killer Kat” oder “Vamp” bauen umso kraftvoller darauf auf. Ein Album das fast wie kein zweites meine Emotionen ansteuert, und zum “fallen lassen” anregt - in dieser letzten Zuflucht kann man sich wirklich auf ewig verlieren. Unverzichtbar!
Hörproben: Take Me Into Your Skin, Moan, Miss You, Vamp
Webseite: Trentemoller auf Myspace
Vergleichbar mit: Pantha du Prince, Apparat
Label: Poker Flat
Tags:
Album,
anders,
cd,
Electro,
hörprobe,
jetztmusik,
Kostenlos,
kritik,
Last,
Musik,
probehören,
resort,
Reviews,
the,
trentemoller

Ok, ich muss zugeben das ich nicht gerade der größte Hip Hop & Dancehall-Fan bin, aber wer sich nur ein Bisschen mit Musik beschäftigt kommt nicht an dieser Frau vorbei: M.I.A. aka. Maya Arulpragasam, geboren in London, die Jugend in Sri Lanka verbracht und erwachsen geworden wieder in den Londoner Clubs. Hooklines von Tracks wie “Boyz” zeigen wo der Haken hängt, und man findet auch nach dem dritten mal Hören immer noch etwas neues in jedem Song - ein bisschen Horn-Fanfahre hier , ein Didgeridoo dort. Kurz und knapp, Kala ist ein extrem gutes Dancehall Alben und zugleich unglaublich wild, chaotisch und exotisch.
Hörproben: Boyz, 20$, Jimmy, Mango Pickle Down River
Webseite: miauk.com
Vorgänger Album: Arular (2005)
Label: Beggars

The Mars Volta stellt (mit Sparta) einen Splitter der sich 2001 aufgelösten Bandlegende At the Drive-in dar und hat schon mit ihren letzten Alben wie De-Loused In The Comatorium oder Frances The Mute eindrucksvoll ihren Ausnahmestatus gefestigt. The Bedlam in Goliath führt den Sound von Omar Rodriguez-Lopez und Sänger Cedric Bixler-Zavala logisch weiter, keine großen Überaschungen dafür aber gewohnt Intensive und zugleich verrückte Tracks, die Fans schwärmen und Entdecker Aufatmen lassen - Rock is not dead.
Hörproben: Metatron, Goliath
Webseite: themarsvolta.co.uk
ältere Titel: The Widow, Pour Another Icepick
Tags:
Album,
bedlam,
cd kritik,
goliath,
jetztmusik,
Kostenlos,
kritik,
mars,
Musik,
probehören,
Reviews,
the,
volta

Sascha Ring aka. Apparat führt die Liste weiter wenn es um inspirierende Leute der letzten 2-3 Jahre geht, und ich ärgere mich jetzt schon das ich nicht die Hörproben der “wichtigen” Lieder gefunden habe, aber naja - wir wollen ja Legal bleiben ;) Fakt ist: Was dieser Mann macht ist einfach irre, diese Tracks ziehen mich in ihren Bann wie ich es lange nicht mehr erlebt habe, und das gilt für alle Alben (wer sich für Walls interessiert sollte sich den Vorgänger Duplex unbedingt zu gemüte führen, für mich fast das bessere Album). Kleinteilig, frickelig und tief würde ich seinen Style beschreiben, der sich von puren Elektronischen Experimenten bis hin zu Indi-artigen Songs erstreckt. Auf Walls machen sich die vermehrten Live Auftritte des letzten Jahres von Apparat bemerkbar, da er mit einer 3 köpfigen Band auf diversen Festivals gespielt hat (z.b. Melt) und bei diesem Sound kann man es sich kaum vorstellen das er seine Wurzeln in Analogen Instrumenten findet.
Hörproben: Useless Information, Fractals, Holdon, Arcadia
Webseite: Apparat auf Myspace
Wichtige Titel: Schallstrom, Not a Number, Hallin from the Edge
Label: Shitkatapult
Tags:
Apparat,
Duplex,
Electro,
hörprobe,
jetzt,
jetztmusik,
jetztmusik.org,
Katapult,
Kostenlos,
Multifunktionsebene,
Musik,
probehören,
Reviews,
Ring,
Sascha,
Shit,
Walls

Untergebracht auf einem beispiellosen non-profitablen Netlabel namens Frozen Elephants Music tut die ebenso beispiellose Kollaboration dieser beiden studierten japanischen Soundartists einen wichtigen Schritt in Richtung exploring new frontiers. In einer einzigartigen Weise daherkommende sphärische Klangkollagen aus verschiedenen Samples akustischer Instrumente und elektronischen Noises, gemischt mit einer manchmal an Björk erinnernde, sehr einfühlsamen Gesangsstimme, geben diesem Album seinen unglaublich subtilen Glanz. Scharfe Schnitte, die eine Respektlosigkeit gegenüber einem stampfbaren metrischen Fluss demonstrieren, eröffnen der Fantasie eine zärtliche Tiefe, die im einen Moment an Intimität nicht zu übertreffen ist, im anderen die gesamte Befremdlichkeit des Universums in sich vereint. Diese Ambivalenz verleiht ihr den Vorzug, niemals berechenbar zu sein. Just in dem Moment, in dem man glaubt, ein musikalisches Zitat oder irgendetwas Greifbares erhascht zu haben, merkt man wie einem die Kontrolle wieder entgleitet. Diese ganze, meist spielerisch tänzelnde Darbietung mutet an wie ein kakophones Patchwork verschiedener Sounds und Samples, deren einheitlicher Geist subversiver Authentizität und unkonventioneller Stimmigkeit die einzelnen Teile des Albums als feine und niemals rücksichtslose, in sich konsistente Kunstwerke herausstellt.
kostenloser Download: frozenelephantsmusic.com
Tags:
Hojo,
Homo,
jetztmusik,
Kiechimae,
konstelos,
Kostenlos,
Miwa,
Musik,
Nagao,
Netlabel,
Web,
Yuichi

Jackson and his Computer Band ist für mich einfach eine der wichtigstens Gestalten der letzten Jahre. Sein Debütalbum “Smash” hat einfach eine Lücke geschlossen die für mich lange offen stand - eine Soundcollage die vor nichts zurückschreckt und am Ende trozdem wie aus einem Guss klingt. Dabei können dann auch schonmal solche brachiale Tracks wie “Utopia”, “Arpeggio” und “Headache” entstehen, oder verspieltes wie “Promo” oder “Moto” im 16bit Segastyle … einfach Klasse!
Hörproben: Utopia, Arpeggio
Webseite: jacksonandhiscomputerband.com
Label: Warp
Tags:
Album,
and,
band,
computer,
his,
jackson,
jetztmusik,
Kostenlos,
Musik,
probehören,
Reviews,
smash,
warp

Das ist das erste Album der Band, erschienen 1997. Zweifellos kann man es schon zur Reihe der innovativen Prog-Alben zählen, für die man die Schotten nur lieben kann (vgl. Aereogramme). Im Zeitalter von Coldplay bieten solche wahrhaft künstlerisch-experimentellen Formationen wie Mogwai eine geistige Erquickung, einen erfrischenden Affront gegen die allgemeine Kargheit der musikalischen Vorhersehbarkeit. Eindrucksvoll demonstrieren sie eine Rückbesinnung auf athmosphärische, autonomieästhetische Werte in der Musik, die sich im Grunde durch das gesamte Werk ziehen. Angenehm spürbar ist auch eine harmonische Simplizität gepaart mit einer strukturellen Feinheit, die es nie versäumt, uns die Macht des Zufalls im Moment des Wahnsinns vor Augen zu führen.
Hörprobe: Mogwai fear Satan
Webseite: Mogwai.co.uk
Vergleichbar mit: Explosion in the Sky
Label: Chemikal Underground
Meist Diskutiert