Posts Tagged ‘Punk

29 Mai, 2008

Daft Punk wieder im Studio!

Posted by: Phil In: Allgemein ()

Ich glaube, jeder der mich ein bisschen näher und vorallem länger kennt dürfte wissen das man mich wohl mit keiner anderen Meldung so erfreuen könnte wie mit dieser: auf ITM erzählte Pedro Winter (ex Daft Punk Manager & Label Chef von Ed Banger Records) in einem Interview das Thomas Bangalter und Guy Manuel de Homem-Christo derzeit wieder im Studio sind um neues Material für ein Album aufzunehmen, yeah! Und bei aller Kritik die die Alben nach Homework anfangs einstecken mussten: Discovery avancierte zu einem der Elektronischen Alben schlecht hin, und human after all machte das vor mit dem jetzt die Ed Banger leute die 2. “French Wave” vom Stapel brechen. Ich freu mich!

Urb Magazine:
“So here’s hoping Daft Punk makes a crappy album that is deemed great over time.”

06 Mär, 2008

Vampire Weekend - Vampire Weekend, LP

Posted by: Phil In: Indie| Reviews ()

Und noch ein Selbsbetiteltes Album wie monoton, buhhhh! … aber nunja, was soll ich machen: Vampire Weekend haben da einfach eine feine Platte angerichte, zwar mit gewohnter Gittarren-Kost dafür aber umso exotischer Gewürzt. Was auch immer die Jungs da rangeschmissen haben - es muss irgendwo aus Mexico oder Afrika stammen. Dabei kommen dann so leckere Sachen wie “A-Punk” oder “M79″ die fast schon zwanghaft jedem Geschmacksnerv schmeicheln. Unbeschwertes, tolles Mash-Up das im Gegensatz zu meinem leicht faden “Essen - Musik” vergleich auf Anhieb überzeugt, sogar Indiemuffel wie mich. Uli bekommt Appetit!

Hörproben: A-Punk, M79
Webseite: VampireWeekend.com
Label: XL/Beggars

28 Feb, 2008

Thomas Bangalter - Irréversible, OST

Posted by: Hans Lick In: Elektronisch| Reviews ()

Ich möchte hier einmal – im Zuge des aktuellen Portraits von Uli – auf die Filmmusik zu Irréversible, einem Film von Gaspar Noé, aufmerksam machen, die von der einen Hälfte des Daft Punk – Duos, Thomas Bangalter, stammt. In diesem Werk zeigt sich die unglaubliche Vielseitigkeit des franzsösischen Künstlers, der die synthetische Musik unserer Zeit,wie ich sie hier nennen will, zu ungeahnten Höhenflügen führt. Sind wir von Bangalter und Homem-Christo vielleicht eher schmetternde, knarzige Wummer, bzw. verspielt-retroeske, leichtfüßige Vokalsamplemusik (Discovery) gewohnt, finden wir in den Komponenten von Irréversible eine kontrastierende Ansammlung ernster Stücke, die den emotionalen Erlebnisraum eines verstörenden Films ausschichten. Schon ziemlich der erste Track (Rectum), der zum Anfang des Films ertönt, als als eine hektische Kamera durch ein schlecht beleuchtetes Homosexuellenbordell fährt und allerlei groteske Dinge zum Vorschein bringt, konstruiert diese ungewohnt beklemmende Athmosphäre, die vielleicht Grundelement der gesamten Thematik ist, die die Generation der französischsprachigen Filmemacher um Noé, Denis und Dumont bewegt. Weitere Vertreter auf dem Soundtrack hierfür sind Irréversible und Stress, die gewissermaßen den Gegenpart bilden zu den eher leichfüßig daherkommenden und schnell ins Ohr gehenden Outrun und vor allem dem Meisterwerk Spinal Scratch, die ebenfalls wichtige dramaturgische Positionen innerhalb des Films einnehmen. Provokant, beinahe höhnisch flattert uns in diesem Zusammenhang das meisterhaft umarrangierte Cover von Tu me fais turner la tête, Mon menage à moi, entgegen. Der Begriff der Filmmusik muss wohl in diesem Fall um einiges erweitert werden, um Irréversible nahezukommen. Wir haben es hier zu tun mit ausgeklügelter, stilistisch ausgereifter Musik, die Emotionen weckt, und vor allem auch außerhalb des Kontextes mit den Bildern auf der Kinoleinwand einen Sinn ergibt, der sich in eine art oevre einordnen lässt und dort einen sehr interessanten Platz einnimmt. So gesehen ist die kurz vor Schluss ertönende rein synthetische (!) Rekonstruierung vom Anfang der 7. Symphonie von Ludwig van Beethoven eine Ausnahmeerscheinung im Kontext der Populärkultur des 21. Jahrhunderts.
Alles in allem ist Thomas Bangalter hier ein Werk gelungen, das einzigartig in nicht nur einer Hinsicht zu sein scheint. Unbedingt den Film anschauen!

Hörproben: Spinal Scratch, Stress
Webseite: Daft Punks Myspace
Label: Roulé

23 Feb, 2008

Daft Punk, Portrait

Posted by: Phil In: Elektronisch ()

Ich würde mir selbst nicht treu bleiben, wenn ich einen anderen Act für das erste Jetztmusik.org Portrait wählen würde, als Daft Punk. Klar: Wer kennt die zwei Franzosen nicht, aber dennoch möchte ich hier das wahre Genius dieser Combo beleuchten und aufzuzeigen das Daft Punk mehr als nur “One More Time” ist. Viel Spaß mit dem ersten Portrait - here we go!

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Thomas Bangalter und Guillaume Emmanuel Paul better known as Guy Manuel sind schlechter Punk im wahrsten Sinne des Wortes: Der Sound ihrer ersten Band “Darlin”, die sie mit Laurent Brancowitz (genannt Branco, einem aktuellen Mitglied der Gruppe Phoenix) gründen, stößt Anfang der 90er bei den Kritikern auf wenig Begeisterung, und so entsteht der Bandname Daft Punk mit dem Thomas und Guy Man ab 1993 die House- und Techno-Szene aufmischen.

Schnell machen sich beide ein Namen in der britischen Underground-Szene und veröffentlichen ihre ersten Tracks auf Soma Records (he New Wave/Assault/Alive, Da Funk/Rollin’ & Scratchin‘ 12” und Indo Silver Club 12”), wobei Da Funk 1995 mächtig einschlägt und das Major Label Virgin auf die 2 aufmerksam wird - der Deal ist perfekt (Gerüchte besagen, dass Daft Punk bis heute die Band mit dem größten Budgetposten bei Virgin ist). “Around the World” wird zum 1. Welterfolg:

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homework cd coverHomework komplettiert den Internationalen Höheflug und sorgt mit dem Erscheinen 17. Januar 1997 für eine Art Revoultion der Elektronischen Musik - erstmals gelingt es einer solchen Combo kommerziellen Erflog zu erzielen. Des Weiteren ist der eingängige, auf verzerrten Samples basierende und trozdem Prägnante Sound so neu und frisch, dass er etliche Nachahmer findet. Homework gilt als “Erfinder” des French House Genres (Filter House), das zur Zeit durch Bands wie Justice, Sebastian, Digitalism etc. (die am Ende immer im elitären, französischen Zirkel von Daft Punk verkehren), lebt wie nie zuvor.

Mit der bildlichen Inszenierung der bahnbrechenden Musik wurden die Regisseure Michel Gondry für Around the World, Spike Jonze für Da Funk und Roman Coppola für Revolution 909 verpflichtet. Den Videoclip zu Fresh produzierten Thomas und Guy-Man anschließend in Eigenregie. Das ganze wird als gesammeltes Werk in Form einer DVD/VHS, unter dem Name “D.A.F.T. - A Story about Dogs, Androids, Firemen and Tomatoes”, veröffentlicht.

Nach der Welttourne 1997 (Alive 97) widmen sich die zwei anderen Projekten. Vorallem Thomas ist produktiv und prägt mit den Releases auf seinem eigenen Label “Roulé” die damalige House-Szene wie kein Zweiter (ein Paar Roulé Releases: Spinal Scratch, Turbo, Together, Club Soda, und produziert mal ganz so nebenbei unter dem Alias Stardust (mit Alan Braxe und Benjamin Diamond) das bis heute meistverkaufte elektronische Lied aller Zeiten “Music Sounds Better With You”, und mit mit Dj Falcon “Call on me” (& So Much Love To Give), welches vor wenigen Jahren nahe zu 1:1 von Eric Prydz kommerziell zerkaut wurde.

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2002 komponierte Thomas die Filmmusik für den, wegen Sex- und Gewaltszenen sehr umstrittenen Film, Irreversibel. Bangalter überraschte mit einer modernen Überarbeitung des klassischen Werks Symphonie #7 In A Major Op. 92 von Ludwig van Beethoven. Er nutze die moderne Technik um am Computer die Prägnanz in der Lautstärke und die Bearbeitung von Höhen und Tiefen des klassischen Stückes hervorzuheben.

discovery cd coverAm 10. November 2000 erscheint die Vorab-Single “One More Time” aus dem 2. Sudioalbung “Discovery”, das letztendlich am 9. März 2001 seinen Weg in die Plattenläden findet. Viele eingefleischte Fans sind von der LP entäuscht, da sie im Allg. sehr housig geworden ist. Dennoch setzen sich Daft Punk wieder selbst ein Denkmal, denn bis dato wurde noch nie so ein homogenes und harmonisches Geflecht aus elektronischen Klängen und Loops erzeugt, wie Discovery.

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Als kleine Randinfo: Superhereos habe ich oben ganz bewusst stellvertretend für Discovery gewählt, da dieses Lied meine komplette Musikanschaung auf den Kopf gestellt hat. ;) Aber weiter im Programm: Die zum Album gehörigen Videos im Anime-Stil wurde von keinem geringeren als von Leiji Matsumoto produziert (dem Erfinder von Weltraumpiraten Captain Harlock). Die meisten, die nur “One More Time” etc. kennen stempeln daher gerne Daft Punk als Kindermusik ab. Gnade den Unwissenden: die Videos existieren zu jedem der 12 Lieder von Discovery und ergeben zusammen das Anime-Musical Interstella 5555 in dem Daft Punk die Geschichte der Crescendolls erzählt, die eine knallharte Kritik an das heutige Musikbuisness darstellt. Es wird vermutet, dass Daft Punk die komplette Produktion aus eigener Tasche bezahlt haben und die Produktionskosten mehrere Millionen Euro betrugen. (Den ganzen Film findet ihr am Ende des Portraits.)

Mit kaum einer Band haben Medien und Öffentlichkeit in der Vergangenheit ein so problematisches Verhältnis gehabt. Daft Punk gehören zu den wenigen, die es trotz ihrer extremen Popularität erfolgreich geschafft haben, ihre Gesichter bis zum heutigen Tage aus der Presse fernzuhalten. Dies ermöglicht ihnen einen totalen Schutz ihrer Privatsphäre. Und obwohl nachweislich richtige Fotos durch eine simple Suche bei einer Suchmaschine zu finden sind, assoziieren die meisten Menschen mit Daft Punk ihre charakteristischen Robotermasken, welche sie seit Discovery zu tragen pflegen. Die beiden Robotermasken wurden von der kalifornischen Firma LED Effects gefertigt und stehen unter dem Copyright des Duos.

Auch in Sachen Internet sind Daft Punk Vorreiter: In einer Zeit, in welcher der Krieg zwischen dem damaligen Filesharing-Netzwerk Napster und der Musikindustrie tobte, bot Daft Punk eigene Produktionen und Remixes kostenlos über das Internet an. Jedem Discovery Album lag eine Daft-Card bei, mit der man sich das Remix-Album “Daft Club” herunterladen konnte das unter anderem Remixe von den Neptunes, Basement Jaxx und Boris Dlugosch enthielt.YouTube Preview Image

Human After all cd coverDas 3. Album “Human After All” erscheint am 15. März 2005 und spaltet die Kritiker. Doch bei aller Kritik, Thomas und Guy Manuel beweisen einmal wieder Zeitgeist und machen das vor, was jetzt Justice & Co. groß gemacht hat: Ein Unglaublich rauer, direkter, dreckiger Sound der unglaublich viel Energie ausstrahlt und sehr gelegen kommt, wenn man sich anschaut, auf welche Art und Weiße sich der Minimal-Sound in den Clubs etabliert hat. Zahlreiche Remixe (größtenteils der Ed Banger Crew, z.b. von Sebastian - “Human After All”) runden den Release ab.

“Wer hier nicht getanzt hat war Tod” beschreibt ein Journalist die “Alive Tour 2007″, die das bisherige Schaffen der zwei Franzosen in einem riesen Live-Spektakel vereint. Eine bis dahin nie dagewesene LichtShow begeistert Menschen rund um den Erdball, in der sich Tracks von Homework bis Human After All gegeseitig neu erfinden.

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Ausserdem feierte ihr Film “Electroma” seine Premiere am 21. Mai 2006 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Soundtrack umfasst Stücke von Brian Eno, Curtis Mayfield, Frédéric Chopin und Joseph Haydn, aber die Story kommt besser rüber, wenn ihr ihn euch selbst anschaut. (Am Ende des Posts gibt es einen Link ;)) Zieht sich ein wenig, aber es lohnt sich!

Um ein kleines Schlusswort zu finden:
Daft Punk versteht sich schon lange nicht mehr als reinen Act. Eher sollte man dieses Projekt als zeitgenössisches Gesamtkunstwerk verstehen, das unsere Generation maßgäblich beeinflusst.

In diesem Sinne, ich hoffe euch hat unser erstes Portrait gefallen,
viel Spaß mit dem Zusatzmatieral! Mfg, Jetztmusik.org


noch mehr Hörproben:
Homework: Revolution 909, Phoenix, Fresh, Rock n’ Roll, Burnin, Indosilver Club, Alive
Discovery: Aerodynamic, Harder Better Faster Stronger, Something About Us, Face to Face, Too Long
Human After All: Human After All, Prime Time Of Your Life, Make Love, The Brainwasher

Webseite: Daft Punks Myspace
Veröffentlichungen: Übersicht
Quellen: Uli’s Kopf, Discogs.com, Wikipedia.de

Interstella 5555: Hier Schauen
Electroma: Hier Schauen
Daft Punk Alive 07 Live Mitschnitt: Part 1, Part 2

06 Feb, 2008

VA - Disco not Disco

Posted by: Phil In: Funky| Rock ()

Stop! Nicht täuschen lassen, auch wenn der Uli euch unterm Strich recht viel E-lektro verdealt ist die Compilation “Disco not Disco” weniger zappelig als man es erwarter. Das ganze bewegt sich eher in die richtung Punk/Funk, dabei ziehen sich Elemente wie Groovende Basslines (wie z.b. bei “Mind Your Own Business”) oder rotzige Synthesizer a la Nitzer Ebb (”Los ninos del parque”) wie ein roter Faden durch die Ganze Compilation. Irgendwie zu Antik für New Wave, aber auch zu frei Schnauze für Funk - find ich toll.

Hörproben: Laundrette, Mind Your Own Business, Los niños del parque
Label:
Strut

31 Jan, 2008

Sebastien Tellier - Sexuality

Posted by: Phil In: Elektronisch| Pop| Reviews ()

Ach Herr Tellier … Was sie auf diesem Album machen kann ich noch nicht ganz einordnen. Die Untermalung von Guy Manuel weiß zu gefallen und erinnert an die ruhigen Tracks von Daft Punk, nur ein bisschen mehr auf Retro getrimmt - so weit, so gut. Auch die wenigen nicht-elektronischen Parts intigrieren sich tadellos aber am Ende bleibt trozdem der Beigeschmack von einem “Je t’aime” in Albenlänge. Wenn es nach mir gegangen wäre hätten sich da ruhig noch 2-3 Clubkompatible Tracks zwischen dem ansonsten so sympathischen Schmalz platzieren dürfen, aber nun gut … ich vergesse schon wieder das es sich hier nicht um ein Daft Punk Album handelt.

Hörproben: Roche, Divine, Sexual Sportswear
Webseite: Sébastiens Myspace
Vergleichbar mit: Kevin Shields, Phoenix
Label: Record Makers



  • Matthias: Dass das Album nicht Dein Fall sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Ist es doch das beste Album seit "Ride the Lightning". Und es trifft (endlich
  • audiopilot: mit dem typ will ich mal ne party feiern ;)
  • AYANO: WOW. "Still On It" ist ja mal derbe geil .. der Typ hat einen Groove. F*******CK!!!
  • sans: frohes fest min jung!
  • steffen: sehr toll der gute
  • k3nNy: Gibts mehrere Künstler mit dem Namen? ich find im Netz nämlich noch weitaus mehr Sachen.
  • Hammi: deine meinung* natürlich xD
  • Hammi: da teil ich deine nich ganz, ich mein das is nich sooo schlecht aber auch nich sooo gut :D ka halt geschmackssache :Q

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