
So, ich hoffe ihr habt alle gut die Feiertage überstanden, denn hier geht es gleich gepflegt weiter - zu allererst mit Zomby. Der gute tobt sich zwar schon seit geraumer Zeit in der Londoner Dubstep-Szene aus, bringt mit seiner “Where Were U In ‘92″ LP aber den energetischen Anfang-90er Sound aus England zurück auf den Radar. Das ganze verliert sich dabei aber nicht in Nostalgie und der oft damit verbundenen Langeweile, nein, Zomby definiert hier sehr leidenschaftlich und frisch was damals etliche Leute nächtelang zum tanzen und schwitzen brachte. Bewundernswert wie soetwas vertrautes trozdem über Albenlänge seine ganz eigene Note entfalten kann. Ich liebe diesen Scheiss!
Hörproben: Float, Tears In The Rain
Myspace: http://www.myspace.com/zombyproductions
Vergleichbar: Burial
Label: Werk Discs, Cargo

Ich melde mich zurück, nachdem mir in Sachen Internet meine kaputte Netzwerkkarte in den letzten Tagen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, und ja …
Wir hatten es vor kurzem erst, eigentlich hab ich es ja sonst nicht so mit HipHop, einfach aus dem Grund weil das Genre von Bullshit nur so strotzt, bzw. das was davon groß Pupliziert wird - aber hey: Es gibt ihn doch noch, guten HipHop. Q-Tip’s “Renaissance” ist eine wahre Offenbarung in Zeiten von ” Bordstein zur Skyline”, und hin und zurück, und nochmal. Das Album hört sich dabei charmant nach alter Garde an, ohne eine Sekunde altbacken zu wirken, verleugnet nicht seine Wurzeln sondern nutzt deren Stärke. Eine wohlklingende Essenz von HipHop wie ich ihn noch liebte, die Kids von heute ihn wohl nichteinmal mehr kennen, und da ich mich gerade super nach Rentner anhöre überzeugt euch doch einfach selbst …
Hörproben: Move, Johnny Is Dead
Webseite: Myspace
Label: Universal

Eigentlich hab ich mit HipHop ja nicht viel am Hut, aber Chris de Luca und Phon.o aka. CLP rollen die ganze Geschichte mit ihrem neuen Album “Supercontinental” (Released auf Apparats Shitkatapult) von einer sehr interessanten Seite auf: Gewohnt hochwertige und clubtaugliche Beats von CLP verschmelzen hier mit ungewohnt guten Features von MC’s wie Yo Majesty, Kovas, Tunde Olaniran, Mochipet uvm. zu einer frischen, futuristischen Soundsymbiose die einfach jeden zum Schwitzen bringt. Dabei bleibt das Album immer schön auf Kurs und gibt der sonst so eintönigen Proll-Tristesse keine Chance, die wird nämlich einfach im geliebten Clubambiente unter der tanzenden Crowd begraben, und so muss das sein. Hände hoch, kaufen.
Nachtrag: Und zur feier des Tages lege ich unten ganz Offiziell und Legal den Supercontinental Remix in 192kBit/s oben drauf. Danke Phon.o
Hörproben: XL Album Medley, Supercontinental Remix
Website: Myspace
Label: Shitkatapult

Was für ein Name, was für ein Cover, was für ein Sound. Pigeon Funk betreiben mit ihrem Album (und jetzt ausgeschrieben:) “The Largest Bird In The History Of The Planet…Ever!” einen balanceakt sondergleichen. Irgendwo zwischen unhörbar chaotisch und verdammt funky ist diese Platte das aufregenste was ich dieses Jahr gehört habe, und was hier auf einen gelauert hat weiss man selbst nach dem ersten hören noch nicht. Ein groovendes Headache-Monster das ersteinmal ein paar Scheinwerfer zerschlagen muss bevor es sich im Takt auf der Tanzfläche einfindet wenn überhaupt. SO hört sich funk in 20 Jahren an Herr Plank! Genial.
Hörproben: Brukim Lo, Blues For Raymond
Webseite: Myspace
Label: Musique Risquée

So richtig kann ich es ja nicht mehr hören, denn jeder kotzt ab. Über das 2. Album von Bloc Party wurde abgekotzt, und über “Intimacy” jetzt irgendwie auch. Man gehen mir diese Leute auf den Senkel! Klar, das Debut “Silent Alarm” war toll, aber sind wir doch mal ehrlich: es ist doch viel toller das Bloc Party sich nicht darauf ausruhen. Intimacy ist aufjedenfall super, wenn man mal als “Fan der ersten Stunde” den Blick über den Tellerrand wagt was einigen recht schwer fällt. Bloc Party hört sich 2008 eben anders an, elektronischer, kratziger, zerrissener und es wäre schlimm wenn das nicht der Fall wäre denn Stillstand ist bekanntlich der Tot. Die Band ist aufjedenfall auf Kurs, bleibt irgendwie angenehm unberechenbar und ist der eigenen Fanbase scheinbar einfach ein paar Schritte voraus, aber hey: das kapieren die schon noch, denn Herzergreifend, ehrlich und mitreißend bleibt das ganze dabei genau so wie bei beim erstling. Großes Kino.
Hörproben: Mercury, Trojan Horse
Webseite: http://blocparty.com
Label: Atlantic Records

Oh Mann. Als “Flat Beat” ender der 90er eingeschlagen hat, war ich noch ein Knirps und meine Mutter schenkte mir Stilsicher das dazugehörige Album. Schon damals mochte ich aber “A Dj Killed My Dog” mehr als das was in der Werbung lief. Im September 05 wurde mir beim hören von dem 2. Album Moustache gesagt “Wie kann man sich sowas anhören”, und heute sag ich: Der Mann war und ist dem Rest einfach 10 Schritte vorraus. Heute kam mir das neue Album, “Lambs Anger” unter (was sehr schade ist, denn der Release ist eigentlich erst nächsten Monat) und es ist einfach Super, man muss es so sagen. Oizo ist Gott, zum dritten. Wenn man diese Platte hört wird einem einfach endlich wieder der Qualitätsunterschied bewusst der hier zwischen dem Rest und den Franzosen klafft. Ich bringe jetzt noch Boys Noize ins Bett und höre weiter. Und ihr kommt garnicht drum rum - das läuft die nächsten Jahre hoch und runter, verlasst euch drauf.
Ps: Hab ich schon erwähnt das ich das Cover genial finde?
Hörproben: Jo, Bruce Willis Is Dead
Webseite: Myspace
Label: Ed Banger

Eigentlich sollte ich an dieser Stelle über den Film “Berlin Calling” schreiben, wie toll er ist und so, leider wohne ich in der Provinz und in unserem Kino kommt das Teil natürlich nicht (Ich vermute da läuft immer noch Sex and the City zur Primetime). Daher eine andere, kleine Anekdote:
Ich freue mich wie ein kleines Kind seit Wochen auf den 21.11., denn an diesem Tag werde ich wieder die Meute mit guter Elektronischer Musik beschallen. Da erfahre ich doch vor ein paar Tagen das genau an diesem Tag der Herr Kalkbrenner in der Stadt ist, im Rahmen seiner Berlin Calling Tour. Das ist bitter, denn ich wäre auch gerne dort - Zonk, geht aber nicht. Das Leben ist halt kein Pony-Hotel, oder so. Muss ich mich halt mit dem Soundtrack zum Film vergnügen. Komplett neu ist die Platte nicht, aber allemal ein “Best Of” Kalkbrenner, und die Betonung liegt auf “Best”. Hier gibt sich alles die Hand was den Mann musikalisch auszeichnet: Atze Peng, Gebruenn Gebruenn kann man sich auch noch nach dem 100. mal anhören und auch Tracks wie Aaron wissen zu verzaubern. Wer den Kerl und seinen Sound mag muss hier einfach zugreifen.
Hörproben: Atze Peng, Gebruenn Gebruenn
Webseite: Myspace
Label: BPitchControl

Um ehrlich zu sein: über Blockhead weiss ich nichts, auch wenn ich das (wie ich so gelesen habe) sollte. Macht ja aber auch nichts - die neue Platte ist auch so spannend genug. Uncle Tony’s Coloring Book ist nämlich mindestens so bunt wie der Albentitel selbst und dazu noch verboten charmant. Auch wenn der Vergleich ein wenig müde daher kommt: treffender hätte man diese LP nicht betiteln können. Auf jeder Seite eröffnet sich eine neue Welt für den Hörer, von smoothen oldschool-Motownsounds, über Gallagher artige Gittarenriffs bis hinzu Arabischen klängen ist hier alles dabei. Das Album schreit nach einem riesen Sofa, Kräuter zum rauchen und einer Partion entspannter Zeit. Großes Kino!
Hörproben: Coloring Book, Put Down Your Dream Journal and Dance
Webseite: http://www.ninjatune.net/blockhead/news.php
Label: Ninjatune

Man ist das Cover hässlich, ich mein der Name den sich da Andy Gardner und Lee Rous ausgedacht haben ist ja auch schon eher naja … aber das Cover hat mich echt fast abgeschreckt das ganze hier zu posten, aber was solls - die inneren Werte zählen. Über Plump DJ’s kann ich euch zwar keine großen Beiträge halten, aber “Headtrash” macht schon irgendwie Laune. Dabei ist der Name Programm: 16bit-Sonic-Sounds hier, Funkige Samples dort, und ein bisschen Distortion ergeben schon ein Gesamtpaket das dem Phil gefällt. Klar, schon eher leichte Kost aber muss ja auch mal sein. Angenehm Abwechslungsreich und bunt, sollte man schon mal reingehört haben.
Hörproben: Theme X, Beat My Self Up
Webseite: http://www.plumpdjs.co.uk
Label: Finger Lickin
05 Mai, 2008
Posted by: Phil In: Allgemein ()

Als ich das gerade auf Rene’s Nerdcore gelesen habe dachte ich mir schlicht und einfach - What the fuck?! Ich mein klar, von Herrn Reznor ähh pardon, ich mein Nine Inch Nails könnte ich ja eigentlich jeden Tag ein neues Album in Empfang nehmen, aber so ein massiver Output macht mir fast schon ein wenig Angst. Naja, das ganze heist aufjedenfall “The Slip” und soll einfach ein großes “Danke” an die Fans sein. Das ganze steht wie gewohnt in allerlei Formaten zum Download bereit falls nicht wieder die ganze Seite überlastet ist und nach der Arbeit werde ich mir das ganze gleich selbst mal reinziehen und hoffe das ich ein erneutes mal positiv Überrascht werde - please hold se Qualität und so Trent! Review folgt später.
as a thank you to our fans for your continued support, we are giving away the new nine inch nails album one hundred percent free, exclusively via nin.com.
the music is available in a variety of formats including high-quality MP3, FLAC or M4A lossless at CD quality and even higher-than-CD quality 24/96 WAVE. your link will include all options - all free. all downloads include a PDF with artwork and credits.
for those of you interested in physical products, fear not. we plan to make a version of this release available on CD and vinyl in july.
RS Download: The Slip
Official Download: Nine Inch Nails - The Slip
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Immer wenn ich vor guter Laune platzen könnte hau ich die 2 Android Boys rein oder geb mir irgendwelchen alten Motown Kram, was besseres gibts eben nicht. Haken an der ganzen Sache: wenn ich letzteres tue fällt mir wieder recht schnell auf das keiner mehr solche Musik macht. Jamie Lidell gibt mir wieder Hoffnung, denn der hat schon richtig viel Blümchensex in der Stimme und verbindet diesen Funkigen Scheiss (den ich nun einfach mal Liebe) mit der Melancholie einer Feist. Das Album wird jetzt erstmal ganz lang auf dem Ipod bleiben. echt.
Hörproben: Another Day, Wait For Me
Webseite: http://www.jamielidell.com
Label: Warp
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